Die Kunstschätze aus Paris zurückgebracht.
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den Mutterschooss von Diepenbeck eifrig nachgespürt. Dienoch in Paris befindlichen Säulen aus dem hiesigen Domwürden wir wenigstens dem Werthe nach bezahlt erhalten,nachdem die Fürbitte zu Gunsten der Franzosen den könig-lichen Befehl erwirkt habe, welcher ihnen den Natural-besitz sichert. Ein gleichfalls reklamirtes Manuscript aushiesigem Kapitelsarchiv, wo es mehrere Jahrhunderte hin-durch an Ketten gelegen, hat nicht wieder aufgefundenwerden können, aus dem einfachen Grunde, weil Niemandhier den Inhalt oder auch nur den Titel anzugeben ge-wusst, so gross sei die heilige Scheu vor den Ketten ge-wesen. Der Wolf, der Tannzapfen (die Pinie) und derProserpinakasten werden als zurückerstattet bezeichnet. —Es ist bekannt, dass viele Urkunden, unter anderm fLinf-undsiebenzig päpstliche Breven in Paris zurückgebliebensind J ).
Vom Rathhause begab die Versammlung sich zum Dom.Hier an der Wolfsthüre empfing die Geistlichkeit den Gene-ralgouverneur in dem Momente, wo Wolf und Pinie wiederaufgerichtet wurden. Der vorerwähnte Referent bedauertmit Recht, dass er in diesem Augenblicke keinen natür-lichen Ausbruch jubelnder Volksstimmen vernommen habe.Wolf und Pinie konnten gewissermassen als Wahrzeichender Stadt gelten 2 ). Die Uebergabe der Säulen und dessogenannten Grabes Karls des Grossen (des Proserpina-kastens) geschah in der Domkirche selbst. Vom Domebewegte sich der feierliche Zug zur Franziskanerkirche,wo die Kreuzesabnahme, ein Bild von Diepenbeck, nachAndern von Van Dyk, schon aufgestellt war 3 ). Der General-
l ) Archivar Kaentzeler fand das Copiarium von 75 päpstlichen
Originalbullen, welche 1815 in Paris zurückblieben, wieder auf. Echoder Gegenwart, 5. Aug. 1869. — 2 ) Vergl. Beilage H, welche be-weist, dass bei den Gebildeten die Denkmäler alter Zeiten unver-gessen waren. — 3 ) Werner von Palant, Herr zu Hüls, hatte imJahre 1630 der Franziskanerkirche für den Hauptaltar die drei über-einander stehenden Bilder, welche die Kreuzigung Christi in ver-schiedenen Momenten darstellen, geschenkt. Die Franzosen hatten
das mittlere und obere weggenommen, das untere konnte, ohne es