Die Feier der Gebart des Königs von Rom.
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Salven gegeben werden. Das Bildniss, welches S. M. derStadt zu schicken geruht 1 ), wird mit Blumenkränzen um-wunden seyn. Man wird das Wasser des Brunnens vorder Bildsäule des Kaisers Karl 2 ) springen lassen. Dasgrosse Bild dieses Monarchen 3 ) wird in der Stadt voneinigen unter seinem Mantel versteckten Männern herum-getragen werden. Von Zeit zu Zeit wird er Bonbons aus-werfen und in der einen Hand seinen „Zepter" tragenmit der Inschrift in französischer und deutscher Sprache:Nur Napoleon ist grösser als ich — Je ne suis surpasseque par Napoleon. Das Haus des Präfekten, — heute dasKtitgensche Haus in der Kleinkölnstrasse — das Rathhauswerden mit grünem Laubwerk und mit Sinnbildern, dieauf das Fest Bezug haben, verziert seyn. Rosenjungfrauen— des rosieres — werden sich mit verabschiedeten Mili-tären verheirathen. In den Hospitälern und Armenhäusernwird man Brod, Fleisch und Bier austheilen. Der Präfektwird ein grosses Gastmahl geben, zu welchem man aus-gezeichnete Fremde und angesehene Bewohner von Acheneinladen wird. Seine Gärten werden beleuchtet seyn. DieMairie wird einen Ball geben; auch werden mehrere Bälleauf Kosten der Stadt gegeben werden." Gegen den Sclilussder Verordnung lieisst es: „Nebst den schon angekündigtenFeierlichkeiten wird den Abend vor dem Feste Schauspielgratis gegeben. Die Stadt gibt den Zöglingen des Colle-
') Bei Gelegenheit seiner ersten Anwesenheit in Achen hatteNapoleon der Stadt sein Bildniss und das der Josephine, die sichnoch im Gemeinderathssaale des Rathhauses befinden, geschenkt. —
2 ) Die Bildsäule war auf Befehl Napoleons von Paris nach Achenzurückgebracht worden. Bei ihrer Wiederaufstellung hielt der da-malige Maire von Lommessen eine deutsche Rede. — 3 ) Es ist diegrosse Figur gemeint, welche nach Nopp Karl dem Fünften bei dessen
Einzug in Achen vorgetragen wurde, nach Beeck zwei Mannslängenhoch war, und über welche der Verfasser des Amüsements aux eauxd'Aix-la-Chapelle wegen der Geschmacklosigkeit und der Aermlichkeitder Kleidung sich lustig macht. Sie wurde dreimal im Jahre, anden beiden Karlstagen und Frohnleichnam und zuletzt am 9. Juni1811 bei der Feier der Geburt des Königs von Rom in Prozessioneinhergetragen.