Zustände Achons um das Jabi - 1807.
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6) Das Kloster der Ursulinerinnen, welches 18 Pen-sionärinnen und 50 Externen hat. Die Schülerinnen wer-den in denselben Gegenständen unterrichtet, die bei S.Leonard erwähnt wurden.
Barjole, welcher seine Briefe über Achen schrieb, wodieses noch freie Reichsstadt war, giebt den Werth der inAchen jährlich fabrizirten Tücher auf 5,500,000 Livres unddie Zahl der Fabriken auf 40 an. Im Jahre 1807, wo Frank-reich mit England und anderen Mächten seit Jahren inKrieg lebte, zählte Achen 41 Tuchfabriken jeglicher Art,welche 25,000 Arbeiter mit einem Tagelohn von 20 Cen-times bis zu 2 Franken 50 Centimes beschäftigten und einejährliche Tuchausfuhr von 8 Millionen Fr. hatten. In demBericht der Jury über die allgemeine Ausstellung von 180Gheisst es, dass die Achener Fabriken sich vervollkommnethätten. Wenn einige Branchen durch die Zeitumstände ge-litten hätten, so hätten andere gewonnen. Das Verbot eng-lischer Stoffe habe den inneren Handel begünstigt und dieFabrikation namentlich der Casimire der englischen gleich-gestellt. Die hiesigen Fabrikanten bezogen ihre Wolle ausSpanien, Italien, Sachsen, Böhmen, Mähren und Schlesien;ihre Waarensendungen gingen nach Frankreich, Holland,Deutschland, der Türkei, Polen und Russland. Dem Han-del waren nächtheilig die Schwierigkeiten der Schifffahrt,der Mangel an baarem Gelde, der Mangel an Credit, dieKriege, die Erhöhung des Tagelohns, die Schwierigkeit desTransportes und die Concurrenz der aus Abfällen gemach-ten Tücher. Die Achener Nähnadelfabriken lieferten nachBarjole 1,200,000 Pfd. jährlich, 1807 gab es deren elf, welche5500 Arbeiter beschäftigten und für 600,000 Frank Waarenin den Handel brachten. Die Fabriken waren zurückge-gangen, weil bei Nürnberg und besonders bei Altena nebenden guten Drahtfabriken Nähnadelfabriken entstandenwaren. Die hiesigen Nähnadeln gingen nach dem Innerndes Kaiserreiches, nach Italien, Spanien, Portugal, derTürkei, Russland und den beiden Indien. Bei der allge-meinen Ausstellung verglich die Jury sie mit den bestenProdukten des Auslandes, mit denen sie den Vergleich aus-halten könnten. Jecker, dessen Stecknadeln, zu welchen