Die Gräfin Maria Isabella Harskamps.
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reichischen Diensten stehenden und abwechselnd auf seinenGütern bei Namur lebenden Grafen Pontian von Harskamps.Nach mehrjähriger Dienstzeit wurde die schöne, sittenreineund gewandte Dienerin die Gattin des Grafen. Die Ehewurde in Ungarn vollzogen, wo der Graf seine meistenBesitzungen hatte. Bald darauf kaufte sie ihrem Vaterin Galizien eine Grafschaft. Ihre drei Kinder starben in derBliithe ihrer Jahre, ihr Gemahl im Mai 1792 auf demSchlosse Fenilmont unweit Namur, sie selbst am 8. Mai1805 nach einem Leben voll Theilnahme und Hingabe fürihre darbenden und nothleidenden Mitmenschen. Durch ihrTestament* vom 9. Pluviöse XIII., 29. Januar 1805, bliebsie für die nachfolgenden Geschlechter eine Mutter derArmen, Waisen und Verlassenen. In der Grafschaft Namurmachte sie viele Legate an Einzelne und errichtete Stif-tungen. Das Hotel d'Harskamps in der Stadt Namur wurdeein Asyl für sechszigjährige Arme von ordentlichen bürger-lichen aber Verarmten Familien. Vor allem jedoch wurdeihre Geburtsstadt Achen mit wohlthätigen Stiftungen be-dacht. Ausser Messestiftungen im Münster, einem Hochamteam 8. Mai jeden Jahres mit Brodspenden im Werthe vonhundertundzwanzig Franken, einer täglichen Messe in S.Jakob, der Pfarrkirche ihrer Eltern, nebst sonntäglichenBrodspenden im Werthe von dreihundert Franken bestimmtesie eine Rente von 1680 Franken zu Brodaustheilungen.Durch Testament stiftete sie 1) eine jährliche Revenue von3600 Fr. für Achener Hausarmen, 2) 7200 Fr. Renten zurUnterstützung verschämter Armen von tadellosem Wandel,deren Eltern oder Vorfahren in Wohlstand lebten, 3) 3600Fr. Renten zur Unterstützung von zwölf jungen Mädchenbehufs ihrer Ausbildung. Sie müssen wenigstens vierzehnJahre alt sein und bleiben bei guter Führung his zu ihrerVerhcirathung oder sonstigen Versorgung im Besitz derUnterstützung. 4) 6000 Franken zur Erziehung von zwölfKnaben vom vollendeten zwölften bis zum vollendeten ein-undzwanzigsten Jahre. In Summe 20,400 Fr. Renten. Bis zumJahre 1822 wurden die Renten von der Hospizien-Commis-sion in Namur bezogen, bis es in diesem Jahre der um-sichtigen Verwaltung des damaligen Oberbürgermeisters