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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Der Kaiser Napoleon und die Kaiserin Joseph ine in Achen. 453

besserang und Verschönerung der Bäder und versprach aufdie Bitte des Bürgermeisters sein und der Kaiserin Bildin Lebensgrösse. Die von Buchet und Lefevre gemaltenBilder wurden am 6. Dezember 1807 unter grosser Feierlich-keit aufgestellt, bei welcher Gelegenheit der Bürgermeistervon Lommessen die geschichtlichen Beziehungen zwischenAchen und Frankreich in seiner Rede hervorhob. An demsel-ben 10. Sept. verfügte der Kaiser den Bau einer Landstrassevon Achen über Cornelimünster und Rötgen nach Montjoieund von da nach Stolberg. Ein Drittel der Kosten sollteder Staat, das andere das Departement und das dritte dasArrondissement und die betheiligten Städte tragen. Wiederam 10. September iiberliess" er dem Tuchfabrikanten IgnazVan Houtem gegen die Summe von 40,000 Franken dasehemalige Kloster der Weissen Frauen, später Coelestinen,um daselbst mechanische Vorrichtungen zur Verbesserungund Vereinfachung der Tuchfabrikation zu machen. Wirschliessen hier die Notiz an, dass er unter dem 10. Oktoberdesselben Jahres dem Tuchfabrikanten E. Konrad Clausgegen die Summe von 7000 Franken denjenigen Theil desS. Annaklosters überliess, der nicht im Besitz der protestan-tischen Gemeinde war. Noch in den letzten Tagen seineshiesigen Aufenthaltes beschäftigte den Kaiser die gross-artige Idee einer Kanalverbindung der nördlichen Provinzenseines Reiches mit den rechtsrheinischen Ländern, derenAusführung begonnen, aber durch seinen Sturz vereiteltwurde. Nachdem er nämlich eine Industrieausstellung desDepartements auf dem freien Platze hinter der Neuen Re-doute in Augenschein genommen hatte, reiste er den 11.Sept., Morgens 5 Uhr, von Achen nach Jülich und von danach Crefeld, Geldern und Venlo, um die dortigen Boden-verhältnisse zur Anlage eines Kanals zur Verbindung desRheines mit der Maas und der Maas mit der Scheide zuuntersuchen. In Achen war der Entschlass Napoleons, dieVerfassung der batavischen Republik oder Hollands zuändern, gereift. Er hatte den Gesandten der Republik,Riitger Jean Schimmelpenningk, von Paris nach Achen kom-men lassen. Dieser trat am 15. Mai 1805 sein Amt alsRathspensionär Hollands an, das im Sommer 1806 Ludwig,