Suspension der Häupter der neuen Partei von offentl. Aemtern. 391
Kohlen und Holz nur den rechtmässigen Beamten zu be-zahlen. Auch dagegen erfolgte am 10. November eine aus-führliche Verordnung des Gross- und Klein-Raths, der sicham 27. November mit den Rückständen der Anpachter, be-sonders des Hazardspieles, mit der Revision des Waisen-hauses, den Missbräuchen bei dem Kohlen- und Galmei-bergwerk, mit Abhaltung des fremden Gesindels, mit, Auf-rechthaltung der Ordnung, mit der Strassenbeleuchtung(Niemand darf nach sieben Uhr ohne Licht über dieStrassen gehen) und mit Beeidigung des Militärs beschäf-tigt und schliesslich bedauert, dass die ausgetretenen Bür-germeister und Rathsglieder zum Nachtheil der Stadtimmer noch nicht zurückkehren.
Am 9. Dezember erliess der Kleine und Grosse Rathwieder eine scharfe Verordnung gegen das fremde Gesindel,welches aus allen Nachbarländern nach Achen kam.
Auf kaiserlichen Befehl wurden am 21. Dezemberde Lonneux, Dr. Vossen, die Notare Strauch und Zimmer-mann von allen öffentlichen Aemtern, Dienstverrichtungenund desfallsigen Emolumenten suspendirt bis zur Erledi-gung der fiskalischen Klage gegen sie. Es wurde ihnenvorgeworfen, sie hätten am 27. Juni dem Kaiser vorge-spiegelt, seit dem 26. Juni seien Ruhe und Ordnung wiederzurückgekehrt, und hätten auch in diesem Sinne nachBrüssel berichtet, während doch mit dem Anfang JuliBürgermeister und Rathsglieder in die Nachbarländer ge-flüchtet seien.
Vorstehenden Beschluss machte Bürgermeister J. J. vonWylre am 16. Januar 1787 von Cornelimünster aus bekannt.
Dass MancTTe in der neuen Partei nach Aussen, ja nachFrankreich um Hülfe sich umsahen, zeigt ein „ReichsstadtAchener Patriotenlied, gedruckt zum Neuen Jahr 1787" in25 Strophen. Die 17. lautet:
Euch wird der deutsche Fürstenbund, Alsbald zur Seite stehen,
/ Auch Frankreich werdet Ihr zur StundAls Euern Schutzgott sehen,
Es ist ja Ludwigs eigne HandGarrant vom Münster Friedensband.