Zwei Stadtregierungen.
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Haud -f Zeichen ')• Es ist überhaupt hier zu konstatiren,dass sehr viele Personen, welche in diesen Wirren handelndoder vor den Notaren als Zeugen auftraten, Schreibens un-erfahren sind!
Unter dem 19. Juli remonstrirt gegen vorstehendeNichtigkeitserklärung die Neue Partei 2 ).
Durch kaiserliches Patent (die Tumultsunruhen nennendas Patent erschlichen), Wetzlar, den 28. Juli, werden dieaus der Stadt gegangenen Bürgermeister VVylre, Brammertzund die Stadtbeamten Buchholz, Schornstein, Baldus, The-nen, Schillings, Möns, Wildt, Achten, Adenaw und Nicolayaufgefordert, nach wiederhergestellter Ordnung, auf ihrePosten zurückzukehren; auch wird in Aussicht gestellt, imNothfalle die Fürsten des Westfälisch - NiederrheinischenKreises zum Schutze aufzubieten.
Dagegen langte von Wien ein Erlass vom 3. August,gezeichnet Fürst Colloredo, an, durch welchen die Wahlvom 26. JunT~üSnullirt, Lonneux, Heinrich van Houtem,Arnold Scholl, Dr. Vossen, Brammertz, Augustin Heusch,Nikolas Cromm, Jakob Schnitzler, Joseph Pöschgens, Leo-nard Brammertz, Jakob Amya aufgefordert werden, ihreStellen niederzulegen, der alte Magistrat eingeladen wird,die Verwaltung fortzuführen, der Kaiser seinen Unwillenüber die Unordnungen kundgibt und mit Leibes- ja nachBefund mit Lebensstrafe droht.
Gleichen Datums ist eine Gross und Klein Raths-Ueberkommst der faktischen Regierung, nach welcher dieWirthshäuser um elf Uhr Abends geschlossen sein sollen,die Rückkehr der ausgetretenen Bürgermeister gewünschtwird. Für den abwesenden Sekretair Becker ist die Ueber-konimst vom Notar Strauch unterzeichnet.
Nach einer von demselben unterzeichneten vom 11.August sind die ausgewichenen Magistrate trotz des kaiser-lichen Patentes nicht zurückgekehrt, auch haben durcheinzelne Frevler nächtliche Ruhestörungen stattgefunden.Anstatt des städtischen Adjutanten Adenaw wird proviso-risch der Stadtfeldwebel Erasmus ernannt. Zur Aufrecht-
') TumultsuuruliQn, Anl. 13. — 2 ) Anl. 14.