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Unruhen bei der Wahl des Kleinen Raths.
dem Rath die Quittungen Uber den Ankauf derselben unddie der Arbeiter vorgelegt und erbiete sieh auch, den anderenEinwürfen zu begegnen." Der Schreiber ermahnt die Bürger,das heimliche und aufrührerische Verfahren einzustellen,das nur zu Zwietracht, selbst zwischen Vater und Sohn,und zum schliesslichen Untergang der Republik führe. Manbeklage sich, dass der Spielunternehmer während seinerPachtzeit ein beträchtliches Vermögen erworben habe. Früherhätten die Spiele der Stadt fast nichts eingebracht. Essei dem Unternehmer seine gewagte Combination gelungen;würde man ihn im unglücklichen Falle entschädigt haben?Nun wolle man die Absetzung dessen, welcher der Stadtihre reichste Htilfsquelle (la branche la plus lucrative desrevenus) eröffnet habe! Die Gegner klagten über die Stadt-schulden! Wäre es nicht angemessener, im Verein mit demMagistrat auf deren Tilgung hinzuwirken, und wäre esnicht besser, zu diesem Zwecke die ungeheueren Summenzu verwenden, die man zu Bestechungen gebrauche? Durchfortgesetzten Eigensinn werde man Alles zu Grunde rich-ten und eine kaiserliche Commission herbeiführen; undman wisse aus Erfahrung, was diese koste! „Beim Todevon Kahrs, als Dauven im Interesse der Stadt in Wienwar, wurde dieser ohne sein Zuthun und fast gegen seinenWillen zum Bürgermeister gewählt. Und nun! Die Tageder Magistratswahl, der 23. und 24. Juni, nahen heran.Man hofft eine Wahl ohne Tumult. Die Partei Dauvenhatte 22 Stimmen mehr. Lonneux behauptet, es seien dop-pelte Stimmen abgegeben worden. Anstatt dieses zu kon-statiren, öffnet er ein Fenster des Rathhauses und rufthinab: „Kommt, Bürger, und sehet, wie man euch betrügt!"Alsbald erscheint das in seinem Solde stehende Volk mitStöcken bewaffnet, verwundet und verjagt Alles, was ihmbegegnet. Sein Candidat bleibt Herr des Saales. Er schicktden Pöbel, la populace, weg, zeigt sich auf der Rathhaus-treppe, sur le perron de la ville, und ruft: „Wollt ihr michzum Bürgermeister?" „Ja!" „Ich verspreche euch alle Jahreein Volksfest." „Bravo!" „Man wird euch soviel Geld geben,als man kann." „Bravissimo! fiat Lonneux!"
Am Morgen des 26. Juni, wo der Grosse und der Kleine