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Gegenseitige Beschwerden.
kloster in der Grossköln- heute Alexanderstrasse gegenüberlag. Am 30. Oktober wurden die Vollmachten ausgetauscht.Die Vertreter Achens gaben nach dem Rathsprotokolle denSchaden durch den gewaltsamen Ueberfall auf mehr als50,000 Rthl. an und beschwerten sich über den verweiger-ten Transit fremder Frucht. Den letztern Punkt wollte derVertreter Jülichs nicht als zur Commission gehörend an-sehen. Am 5. November griff er die Vollmacht der Ver-treter der Stadt an, weil dieselbe nicht von den einzelnenZünften, welche eigentlich die Gemeinde bildeten, ertheiltworden sei. Jeder einzelne Zunftgenosse sollte befragtwerden, ob er mit den Eingriffen gegen die Vogtmeiereieinverstanden sei und die Bürgermeister und den Magistratanerkenne: Der Magistrat bestehe aus den Anhängern vonKahrs, die Jeder fürchte. Aus dem letztern Grunde solltenMagistrat und Sekretaire vor der Vernehmung jedes Ein-zelnen entlassen werden. Die Subdelegirten beschieden amG. November die Fragen wegen Erstattung des Achen durchdie Occupation und wegen des Transits verursachten Scha-dens auf gesonderte selbständige Verhandlungen und er-klärten, es sollten jetzt nur die beiderseitigen Beschwerdenüber den Vertrag von 1660 verhandelt werden. Der Ver-treter Jülichs reichte eine Reihe von 126 Beschwerden ein!In Bezug auf die Beanstandung der Vollmacht der AchenerVertreter wandte sich die Commission an den Kaiser underklärte, die Kosten der Verhandlungen sollten von Den-jenigen getragen werden, die es verstanden hätten, sichfast zehn Jahre in den Bürgermeister- und Beamtenstellenzu behaupten. Am 30. Januar 1772 reichten auch die Stadt-deputirten 36 Beschwerdepunkte ein und es erfolgten sehrlange und sehr langweilige Unterhandlungen.
Die Achener Bevölkerung interessirte sich mit Rechtmehr um die Badesaison des Jahres 1772, welche wiedereine Anzahl vornehmer Gäste nach Achen führte: den Grafenvon Caprara, päpstlichen Nuntius, den Herzog Friedrichvon Sachsen-Gotha, Ernst von Mecklenburg-Strelitz, denHerzog von Northumberland nebst Gemahlin, eine Herzoginvon Braunschweig-Lüneburg, die Russische Fürstin Repninund Dolgoruck; ferner die Fürstin Gallizin. Ungeachtet