Nachspiel der Acht.
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äusseres Ereigniss, nur dass die ohnedies aufgeregten Ge-mtither nacli Nopp durch ein Phänomen erschreckt wur-den, das sie später auf den dreissigjährigen Krieg be-zogen. Pfingstmontag nämlich zwischen 12 und 1 Uhr, obMittags oder Nachts wird nicht gesagt, hörte man eine Deto-nation in der Luft, wie von einem starken Geschütz, sahauch Feuer und Rauch, dann erfolgten unzählige Schüssewie von Musqueten. Nicht blos in Achen, sondern auchin den benachbarten Ländern wurde das Phänomen, wahr-scheinlich ein Meteor, beobachtet.
Dass das Trauerspiel mit dem Jahre 1614 nicht be-endet war, deutete schon der Schluss der kaiserlichen Achts-erklärung an. So erfolgte denn mit dem Jahre 1616 einfür Einzelne und zahlreiche Familien trauriges Nachspiel.
Am ersten September, dem verhängnissvollen Egidius-tage, kamen Abends die kaiserlichen Subdelegirten in Achenan, von Seiten des Kürfürsten von Köln Reiner Beissel vonGymmenich-Schmidtheim, der Licentiat Johann Venlo, beidekurfürstliche Geheimräthe nebst dem Sekretair Hülsmann,von Seiten des Erzherzogs Albrecht" Volkard von Achelenund Peter Fischer, brabantische Geheimräthe. Diese lassengemäss ihrer Instruction Einige verhaften, Andere entweichenoder halten sich versteckt. Diese werden aufgefordert,innerhalb dreissig Tage sich zu ihrer Verantwortung zustellen, was nur Wenige thun. Am 5. September wird Jo-hann Vercken seiner Function als Vogtmeier durch dieCommissarien enthoben und der Schöffenmeister Abrahamvon Streithagen, zum Statthalter eingesetzt. Am 9. Sep-tember schreiten die Commissare zum Verhör der Gefange-nen, deren Manche entlassen wurden. Am 13. Septemberwurden hunderteinundsiebenzig Flüchtlinge aufgefordert,sich in einer bestimmten Frist zur Verantwortung zu stel-len. (Die Namen sind bei Meyer, S. 583 f. zu lesen.) Siewurden beschuldigt, gegen das 1593 erlassene, 1598 exe-quirte und von ihnen angenommene kaiserliche Urtheil am5. Juli 1611 das Rathhaus mit gewaffneter Hand einge :nommen, den von ihnen selber präsentirten Rath entsetzt,die Schlüssel der Stadt mit Gewalt genommen, die Stadt-thore und das Rathhaus occupirt, das Collegium der Väter