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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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i94 Die Generalstaaten. Der Erzpriester. Der Schöffenstuhl. C41asmalerei.

namentlich in der Kirche zu Haren allen erdenklichenFrevel verübt hatten. Die unglücklichen Landleute hattenmeist ihre Wohnungen verlassen. Freund und Feind zehr-ten von ihrem Eigenthum. Ueberhaupt waren die ZuständeAchens und seines Gebietes iu hohem Grade traurig. Umvor fernem Einfällen der Holländer gesichert zu sein, schicktedie Kupferschlägerzunft zwei Abgeordnete an die Staaten,welche sich endlich mit einer Summe von 12,000 Guldenbefriedigt erklärten. Am 14. Dezember sandten die General-staaten ein Schreiben in die Stadt, in welchem sie für dieProtestanten in derselben fernere Ausübung des Glaubensund die Entfernung der Jesuiten verlangten, welches derRath aber unberücksichtigt liess.

Neben der Verstimmung des unterlegenen Theiles derBevölkerung, den Forderungen befreundeter und den An-feindungen abgeneigter Nachbarn hatte der Rath auch ihmzugethane Autoritäten im Innern in Schranken zu halten.Nicht genug nämlich, dass er Uebergriffe des Erzpriestersverhindern musste, er war auch genöthigt, dem Schöffen-stuhl entgegen zu treten, der am 2. Oktober 1599 die wäh-rend der Verdrängung der ordentlichen Richter erlassenenUrtheile für ungültig erklärt hatte.

In dieser bewegten Zeit ist die Rede von der Kunstder Glasmalerei, welche in Achen erst in den letzten Zei-ten des sechszehnten Jahrhunderts geübt worden zu seinscheint. Im Jahre 1601 verbinden die Glasmaler sich mitden Spiegelfabrikanten und den Kistchenmacliern zu einerZunft. Das Meisterstück des Glasmalers war ein Fenstermit einer historischen Darstellung. Die Glasmalerwerkstättewar auf dem Hof neben dem Quirinusbade, wo später dieHutmacherei sich befand. Die Kistchenmacher (Spaarbeit?)und Spiegelmacher hatten nach der gemeinsamen Zunftrollevom Jahre 1493 eine Lehrzeit von sechs Jahren zu bestehen.Eine sechsjährige Lehrzeit hatten auch die Verfertiger vonTzeichen (Gedenkzeichen) aus Zinn und Kupfer. Spiegelund Zeichen machte man bei der Heiligthumsfahrt sichgegenseitig zum Geschenke, wie auch heute noch geschieht.(Quix, Gesch. des S. Jakobsspitals, S. 35 ff.)

Endlich hatte die kurfürstlich - kölnische Commission