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Die Noth der Stadt. Seuche.
Stocken der Geschäfte. Zum Jahre 1479 bringt sie diefast unglaubliche Nachricht, dass ein gewisser HermannDiivel, welcher bei Burtscheid auf dem Wingartsbongard-feld einem Knaben eine Flasche mit Wein abgenommenhatte, an Ort und Stelle der That gerädert und hingerichtetwurde! Welche Zustände setzt ein solcher Terrorismusvoraus! Dazu kommt der ungeschlichtete Kampf der Ständeder Bevölkerung, in Folge dessen die waffenfähigen Män-ner zu auswärtigem Solddienste die Vaterstadt verlassen.Ein gar trauriges Bild giebt die Chronik zum Jahre 1481:Am 7. April fing es in der Stadt Aich an zu sterben undstarben in diesem Sommer mehr denn 6000 Menschen. Eswar in dem gemeldeten Jahre ein so langer und kalterWinter, als seit vielen Jahren nicht erlebt worden. Eswar auch grosse Armuth im Allgemeinen unter der Bürger-schaft, weil keine Nahrung (kein Verdienst) und alle Dinge
theuer waren dass unter dem gemeinen Volk
grosse Noth um das liebe Brod gelitten ward Neben
dieser Theuerung war ein solches Misstrauen unter demVolk wegen geschehener Untreue, dass keiner dem andernGlauben schenkt (dass kein glaub mehr gethaen noch ge-halten wartt!)
Wir geben noch den Inhalt von ein paar die Geschichtedieser Zeit betreffenden Urkunden. In der aus Herzogen-busch vom 5. Januar 1478 (Deutsche Papierurk. im Stadtarch.)fordert Maximilian, Herzog von Oesterreich, Burgund, Bra-bant, Limburg, Luxemburg, Geldern, Graf von Flandern,Artois, Bi rgund, Ilennegau, Holland, Seeland, Namiir undvon Ztttphen die Stadt Achen auf, Bevollmächtigte zu ihmnach Herzogenbusch zu senden, um die von ihr über er-littene Angriffe auf den Strassen von Limburg geführtenKlagen gerichtlich verhandeln zu hören. In der Urkundewird angegeben, Johann Beyssel sei entboten worden, da-hin zu kommen; der also wohl noch am burgundischenHofe lebte. In einer andern Urkunde vom 5. November1479 aus Brüssel befehlen Maximilian und seine Gemahlin,die Herzogin Maria, ihren Beamten in Limburg und in demLande Uebermaas, die Achener nicht vor ein auswärtige.s