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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Acliens Blüte.

Anerkennung auch des Auslandes. Seine Bedeutung alsKrönungsort, als Ziel der Wallfahrten von nahe und fernewird noch durch die Privilegien deutscher und fremderHerrscher erhöht. Karl IV. giebt seinem Schöffengerichterweiterte Befugnisse, sichert ihm durch die goldene Bulledas Beeilt, dass die Könige in seinen Mauern gesalbt wer-den, verleiht ihm einen Jahrmarkt. lieber Mannigfaltig-keit und Bedeutung des Handelsverkehres der Zeit giebt dieAufzählung der zollpflichtigen Gegenstände bei dem Bünd-nisse vom 14. April 1375 (I.S. 307) eine günstige Vorstel-lung. Kein besserer Beweis für den Wohlstand der Stadtkann angeführt werden, als die glückliche Finanzlage der-selben. Leider wurde diese durch äussere und innere Er-eignisse im folgenden Jahrhunderte gestört. In diesemfinden wir die Stadt fast ununterbrochen durch politischeStürme erschüttert.

Dem Zufall verdanken wir die Namen zweier bedeu-dender Maler, die der Mitte des 15. Jahrhunderts angehören.Im Jahre 1871 wurde zu Herzogenbusch in der S. Johannis-kirche hinter einer Kalktünche ein werthvolles Gemäldemit der Jahreszahl 1444 aufgefunden. Dasselbe stellt dasGrabdenkmal einer vornehmen Familie dar, deren Gliederin kostbarer Tracht der Zeit vor dem sterbenden Erlöserknien, und wird dem Jan van Aken, Vater des berühm-ten Hieronymus von Aken zugeschrieben. (Echo der Geg.17. Aug. 1871.)

In dem für Achen ereignissreichen Jahre 1450 war dieChurgerichtsordnung vom Jahre 1338 noch in Geltung,denn Johann von Berensberg, der von seinem Wohnhausein der Elfschornsteinstrasse von Löwenstein genannt wurde,hatte einen gewissen von dem Stein wundgeschlagen undwar deshalb auf ein Jahr (vergl. I. 253) aus der Stadt undaus dem Reiche Achen verwiesen worden. Als Bürgermei-ster, Schöffen und Rath auf seine und seiner FreundeBitten dem Bestraften die Rückkehr erlaubten, gelobte er,der Stadt hold und getreu zu sein, widrigenfalls er sichdieser um vierhundert oberrheinische Gulden verfallen be-kannte, eine Summe, welche die Stadt um seinetwillen anden Heinrich von dem Stein gelegt hatte. Die Urkunde