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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Acliens Vertrag mit Herzog Heinrich Reinard von Jülich

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um diese Zeit Benedict XIII. die päpstliche Würde streitig,luprecht nannte in einem Rundschreiben an die Reichs-iirsten die Achener Rebellen, versagte ihnen das freie Ge-leit und Hess die Stadt durch den königlichen Hofrichterin die Reicksacht erklären, der Papst Bonifaz IX. that dieBewohner in den Bann. Der Herzog Philipp von Burgund,zugleich Herzog von Limburg, nahm von der Achtserklärunggegen die Achener keine Notiz, denn am 4. September 1401(Stadtarch.) bestätigte er von Brüssel aus einen Freibriefseines Vorgängers, des Herzogs Johann von Lotbringen,Brabant und Limburg d. d. Brüssel 1321, wodurch ihnenZollfreiheit in Limburg und seinen andern Ländern überMaas zugesichert wurde. Ruprecht konnte weder in Deutsch-land noch in Italien so recht zu Ansehen gelangen. SeineKriegszüge nach Italien und nach Böhmen waren nichtglücklich. Nach Achen kam er erst im Jahre 1407.

Auch Heinrich Reinard, Herzog Wilhelms von JülichBruder, liess sich in seinen Beziehungen zu Achen durchdie Achtserklärung nicht stören, denn im Jahre 1402 machteer mit Bürgermeistern, Schöffen, Rath und Gemeinde Achenseinen Freundschaftsvertrag, in welchem er verspricht, denBürgern weder etwas Nachtheiliges zu thun, noch thun zulassen, ihnen, ihren Freunden und Helfern, wenn sie imFelde geschlagen oder in Bedrängniss sind, seine Städte,Schlösser und Grindel zu öffnen; sollten fremde Unterthanendie Achener schädigen, dann ist es diesen erlaubt, sie aufijülichsclierri Gebiete zu verfolgen; jülichsche Unterthanen,Ivelche in Achen wohnen wollen, wird der Herzog nichtzur Verantwortung ziehen, und die Stadt mag sie wie ihreanderen Bürger oder Untersassen behandeln, ebenso soll esmit denjenigen Bewohnern Achens gehalten werden, welchein den Ländern des Herzogs sich niederlassen wollen.Unter Anderen verheisst der Herzog, Achen, dessen Bürgerund Untersassen, wie sein eigenes Land, seine eigenenLeute mit aller Macht zu beschützen, besonders in seinenAemtern Wilhelmstein und Schönforst. Aus dem Schlüssedes Vertrages ersehen wir, dass der Herzog auch einGeldinteresse bei demselben hatte, denn er dankteden Bürgermeistern, Schöffen und Rath, die ihm