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Das Einmachen der Früchte in erprobten Recepten
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296. Srhlehen-Kiquer (Kctyr»»vsk!i). Man pflückeim September die Schlehen von den Hecken, suche die größten unddunkelsten aus und lege sie über Papier einen Tag lang an dieSonne. Nehme dann die Steine heraus, säubere sie von allemFleisch, wasche sie in frischem Wasser und trockene sie an der Sonne,wonach man sie bewahren kann, so lange man will. Soll nunLiqneur daraus bereitet werden, so mißt man die Steine in einemgewöhnlichen Glas und nimmt auf jedes Glas voll Steiue 1 Literguten weißen Branntwein, schlägt die Steine aus und läßt sie sechsWochen lang in dem Branntwein ziehen, während dessen man esvon Zeit zu Zeit umschüttelt. Danach wird es filtrirt und in einegroße tiefe Schüssel gegossen uud man kocht für jedes Liter Brannt-wein 2/4 Kilo Zucker auf lebhaftem Feuer zu Syrup, bis es fastCaramel ist, gießt es vorsichtig in den Branntwein, indem man miteinem Löffel kräftig darin rührt, damit der Zucker sich nicht balleund sollte er sich dennoch ballen, so muß um so kräftiger gerührtwerden, bis es vollkommen gemischt ist und man thut wohl, wennsich zwei Personen beim Rühreu ablösen. Dann süllt man denvortrefflichen Liqneur, der je älter je besser wird, in Flaschen undversiegelt sie.

297. Tamarinden-Syrup. Mau gebe 500 GrammTamarinde, welche man in Materialien-Handlungen erhält, in einPorzellangefäß, übergieße fie mit 8 Liter Wasser und stelle es vier-undzwanzig Stunden lang an einen kühlen Ort, bringe es hieraufzu Feuer, lasse es bis znr Hälfte einkochen und treibe es danndurch ein Sieb, daß nur Stiele und Kerne zurückbleiben. Fügenun IV» Kilo Zucker, die abgeriebene Schale und den Saft vonsechs großen Citronen und anderthalb Eßlöffel pulverifirteu Wein-stein hinzu, koche es zu einem dicken Syrup und fülle ihn, kaum er-kaltet, in ein gut schließendes Porzellangefäß. Will man davon ge-brauchen, so giebt man drei Eßlöffel davon in ein Wasserglas undrührt nach und nach frisches Wasser daran.

298. Meintrantren-Saft (Versus). Man nehme daznausgewachsene, aber noch ganz unreife weiße Traubeu, die noch