Druckschrift 
Das Einmachen der Früchte in erprobten Recepten
Seite
102
Einzelbild herunterladen
 

dünne Scheiben und koche sie in Wasser, jedoch nicht zu weich, damitsie nicht markig werden. Gieße dann das Wasser ab, decke sie zu,damit sie so warm wie möglich bleiben und presse sie gleich durchein leinenes Tuch, gebe zu ^/z Kilo Saft V2 Kilo Zucker in kleinenStücken, lasse es einige Mal zusammen auskochen und fülle es inerwärmte Flaschen. Dieser Saft, der mit Wasser vermischt ein sehr'angenehmes Getränk bietet, ist auch sehr heilsam bei Blutspeien,welches er ein Viertel Sast, drei Viertel Wasser augenblicklich stillt.

292. Guitten-Kiqueur. Man schäle Quitten, reibe sieauf deni Reibeisen, presse sie aus und gieße den Saft in eineTerrine. Gebe dann zu 1 Liter Saft 2 Liter guten Franzbrannt-wein, Vt Kilo Zucker, 75 Gramm klein gestoßene bittere Mandelnnnd acht Gewürznelken, lasse es acht Tage lang an einem warmenOrte stehen und filtrire es.

293. Rosen-Sch-erbet. Mau koche ^ Kilo Zucker mitVz Liter Wasser zum Faden, gebe Vs Kilo recht frische Rosenblätter von Centifolien-Rose nnd an einem sonnigen, trockenen Tagegepflückt denen man das untere Ende abgeschnitten hat, hineinnnd lasse es zusammen kochen, bis es dickflüssig ist. Gieße es dannin eine Terrine, schüttele es durcheinander und stelle es zugedecktüber Nacht hin, worauf man es in Einmachgläser füllt, mit Schweins-blase zubiudet und wie andere Säfte bewahrt. Beim Gebrauchegiebt man davvn in Eisgläser, füllt sie aber nur halb voll und servirtmit einem Glas sehr frischem Wasser und einem Löffelchen dabei,um deu Saft uach Belieben mit Wasser zu vermischen.

294. Rhabarber-Sterbet. Man schäle Rhabarber-stengel nnd schneide sie in Stücke, nehme davon zwei große Ober-tassen voll, koche sie mit 225 Gramm Zucker, auf dem man dieSchale einer großen halben Citrone abgerieben hat und 2 LiterWasser eiue halbe Stunde lang, seihe es durch und servirt sehr kaltin flachen Gläsern.

295. Stachelbeer-Mein. WieJohannisbeer-Wein",Nr. 277, zweites Reeept.