dem gleichen Gewichte cm fein gesiebtem Zucker feinster Sorte zu-sammen in eine Schale gegeben uud eiue Stunde lang sorgfältigund nnnnterbrochen gerührt. Hierauf füllt mau die Marmelade inGläser, die mau nicht zu groß nehmen darf, weil sich die Marmeladeangebrochen nicht hält, bindet sie mit Schweinsblase zu und behandeltsie wie Nr. 195, nur daß man sie zehn Minuten lang kochen läßt.
198. Gemischte Marmelade uan Steinfrüchten.
Man steine Reineclauden, Mirabellen, Aprikosen uud Pfirsiche, dieseletztereu geschält, aus und schneide sie in kleine Stückchen, gebe sielagenweise mit Zucker bestreut — ^ Kilo auf Kilo Früchte —iu eiue Porzellauschale und lasse sie so drei Stunden lang stehen,worauf man sie unter beständigem Rühren so lange kocht, bis siedick vom Löffel fällt.
199. Gemischte Marmelade aus rheinische Art(Hatschpatsch). Mau nehme dazu von allem Obst, welchesman zusammen haben kann, Kirschen, Johannisbeeren, Himbeeren,Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumeu, Birueu und Aepsel, entfernt Stiele,Steine uud Kernhaus, schält Aepfel und Birnen nnd schneidet sie inViertel oder je nach Größe in Achtel, mischt dann Alles gut unter-einander und süllt es in Töpfe, bestreut es reichlich mit Zucker undstellt es in einen Backofen; nachdem das Brod gar gebacken ist, bises gleichmäßig weich geworden, zieht nun die Töpfe heraus undbindet sie mit Blase zu.
200. Gemischte Marmelade ans schmävischeArt (Gsälz). Mau koche dazu eine beliebige Menge süßenWeinmost, bis der fünfte Theil desselben eingekocht ist, gebe danngeschälte und in Scheiben geschnittene Birnen, Aepfel — am bestenSüßäpfel — Ouitteu und gestoßenen Zimmet nnd Gewürznelkenhinein und lasse sie unter stetem Rühren zu einer dicken Marmeladekochen.
201. Gemischte Marmelade aus französischeArt (kaisiuv). Man gebe abgebeerte, recht reise nnd süße Trauben