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Tuch, wiege in demselben die Blätter und nehme auf Kilo der-selben I Kilo Zncker, den man mit Wasser anfeuchtet und in einerneuen, irdenen Casserole langsam so lange kocht, bis sich ein Tropfen,den man zwischen Dannien und Zeigefinger genommen, beim Aus-einanderthnn der Finger in steife Fäden zieht. Nun strene man,unter langsamem Rühren des kochenden Zuckers, die Roseublätterhinein, ziehe es dann rasch vom Feuer und decke es zu. Koche esnach vierundzwanzig Stunden wieder auf — es bleibt in derCasserole — und lasse es ebenso lange, wieder zugedeckt, stehen,wonach der Zuckersaft dann recht klar und wie eine leichte Geleesein muß, wo uicht, so müßte er uoch einnial aufgekocht werden^welches jedoch möglichst zu vermeiden ist, weil die Confitüre, eineder köstlichsten, die es giebt, dadurch leicht ihre schöne Farbe verliert.
Man giebt diese Confitüre unter deni Namen Scherbet gernin nur halb gefüllteil Gefrorenen-Bechern, mit Löffelchen und einemGlas Eiswasser dabei, von dem man nach Belieben zu der Con-fitüre gießt. — Originalrecept aus Tislis.
178. Rosen-M-arme-lade. Man rühre 1 Kilo rechtfrische Rosenblätter — siehe vorige Nummer — mit 1^/z Kilo ge-siebtem Zucker in einer steinernen Schale nnd mit einer Stein- oderPorzellankenle, quetschend so lange, bis Zucker und Rosenblättereinzeln nicht mehr zu erkennen sind, eine beschwerliche Arbeit, welcheselten von einer einzelnen Person verrichtet werden kann. Dannvermische man diese Masse mit 1 Liter frischem, hellrothen Kirschen-saft, läßt dies fünf Minuten lang unbedeckt kochen, treibt es durchein neues, feines Haarsieb und füllt es hierauf iu die Gläser, woes nach zwei Tagen zu steifer Marmelade geworden sein mnß, sonstmuß es noch einmal fünf Minuten lang gekocht werden.
179. Man nehme völlig ausgewachsene,aber noch ganz harte Beeren von einer großen Sorte, wiege sie,schneide Blüthen uud Stiele ab und mache mit eiuem recht kleinenscharfen Messer, von der Blüthe nach dem Stiele zu, einen flachenEinschnitt, hole die Kerne mit einer spitzig zugeschnittenen kleinenFeder heraus und thue die Beeren inimer gleich in frisches Wasserund hernach zum Ablaufen auf ein Sieb, wonach man sie in