112. Wlandein (grüne)« Man pflücke sie um Johauni(24. Juni), durchsteche sie mehrmals mit einer Stecknadel uud lassesie in kochendem Wasser einen Wall thun. Lege sie danach rasch infrisches Wasser, hierauf zum Ablaufen auf ein Sieb uud wenn siegut abgelaufen sind, in zum Faden gekochten, erkalteten Zucker —V2 Kilo für i/z Kilo Mandeln — nehme sie nach sechs Stundenheraus, thue sie in die Gläser und koche den Zucker wieder zumFaden, gieße ihn erkaltet über die Mandeln, binde mit Schweins-blase zu nnd mache sie im Wasserbade fertig wie „Johannis-beeren in Träubcheu", Nr. 70, doch dürfen sie nur 5 Miuutenlang kochen.
113. Maisköil^chen. Man nehme die Kölbchen, wenn sieetwa kleiufingerlang sind, entferne Blätter, Fasern und Stiele uudkoche sie in Salzwasser weich. Lege sie zum Abtrocknen auf einTuch und hierauf in Gläser, koche Essig mit Zucker, Zimmet undGewürznelken — auf ^/z Kilo Kölbcheu Liter Essig, ^ MyZucker, 4 Gramm gebröckelten Zimmet uud sechs Gewürznelken —und gieße ihn erkaltet über die Kölbchen — zu feinen Braten.
114. Möhren (rheinische Orangenschnitxei).
Man schneide schöne, nicht zu dunkelgelbe Möhren, nachdem man dasHerz entfernt hat, in fingerlange, strohhalmdicke Stäbchen, schneideauch, für ^/z Kilo Möhren, die Schale von drei Citronen, woranaber durchaus nichts Weißes sein darf, in Fingerglied lange undwie eine dicke Stecknadel breite Streifchen und koche diese letzteren in2/4 Liter Wasser halb weich und hernach in demselben Wasser dieMöhren auch halb weich. Läutere nun Kilo Zucker mit etwasWasser, gebe den Sast der drei Citronen, die Citronenschale und dieMöhren hinein und lasse es zusammen aufkochen.
115. Möhren-Marmeiade. Mau schäle zarte Möhrenund schneide sie in nicht zu kleine Stücke, koche sie mit ^/x LiterWasser — für ^ Kilo Möhren — in einer Messingcasserole undtreibe sie durch einen Seiher. Schneide dann die Schale von zweiCitronen in 1 Centimeter lange und 2 Millimeter breite Streifchenund bringe ^/z Kilo Zucker in Stücken mit V« Liter Wasser zu Feuer,