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blase zubinden, unerläßlich ist aber, daß man die Früchte kochendheiß uud bis zum Ueberlaufen einfülle und augenblicklich denDeckel darauf gebe und möglichst fest zuschraube oder mit Blasezubiude, weshalb dies am besten von einer zweiten Person verrichtetwird, auch muß man die Früchte an einem kühlen, trockenen,duukelu Ort bewahren, denn das Licht bringt sie leicht in Gährungund schadet der Farbe. Damit die Gläser nicht springen, setzt mansie mit kaltem Wasser aufs Feuer, daß sie nach nnd nach warmwerden und stellt sie sich dann auf dem Rande des Heerdes zurHaud, um sofort einfüllen zu können,
Ist das nun Alles besorgt, so bringe mau die Beeren aufsFeuer und füge, wenn sie aufgekocht haben, einen Eßlöffel Zuckerauf je ein Liter Beeren hinzu, jedoch erst, wenn man fast allenSaft abgeschöpft hat und die Beeren beinahe trocken sind, wonachmau sie noch eine Viertelstunde lang kochen läßt. — Den Saftkann man zu Gelee benutzen.
Auf diese sehr empfehlenswerthe Weise können alle Arten vonBeeren eingemacht werden, Himbeeren, Brombeeren, Stachel-beeren, Erdbeeren, Preißelbeeren, Heidelbeeren, Wein-beeren und auch ausgesteinte Kirschen.
67. Ausgokernte Johannisbeeren. Man suche dieschönsten und dicksten Beeren von rothen Johannisbeeren aus, uehmemit einer zugespitzten Feder (Rabenfeder oder ähnlich) die Kernevorsichtig, um nicht zu sehr aufzuschlitzen, heraus, indem man an derStielseite einsticht und lege die ausgekernten Beeren aus Teller.Läutere nun auf V2 Kilo Beeren 1^/z Kilo Zucker und koche ihn zumFaden, gebe die Beeren hinein und lasse sie eben aufkochen,ja nicht länger, schwenke aber die abgesetzte Casserole noch eine kleineWeile, wodurch die Beeren sich mit dem Safte füllen und viel schönerund voller erscheinen.
Diese ausgezeichnet feine uud schöne Confitüre, unter demNamen „Arossillss äs Lar" im Handel bekannt und berühmt, istzwar etwas mühsam und erfordert vielen Zucker, gibt aber auch,weil sie nur sehr wenig gekocht wird, viel aus und ^/4 Kilo Beerenschon eine schöne Portion.