VI
In den uenereu, feinereil Kochbüchern wird jetzt hänfig eineZuckerwaage vder Syrnpniesser— ^rsomstrs — empföhle»,dessen ich denn mich, wenn gleich ich ihn weder nöthig noch praktischfinde, erwähnen will. Uw besagten ^.i-koinstrs anzuwenden,zieht man den kochenden Zuckersaft vom Feuer weg nnd wenn erzn kochen aufhört und eine ruhige Oberfläche hat, so stellt man den^.rsomströ, ihn leicht gegen die Hand lehnend, auf den Saft nndbeobachtet uu», wie tief er, ohne daß man ihn schiebt noch festhält,hineinsinkt, also wie viele Grade er anzeigt. Sind es deren mehr,als man zu haben wttuscht, so ist der Saft mit zu viel Zuckerbeschwert und muß mit einem Znsatz von Wasser nochmals durch-gekocht werde» und sind weniger Grade angezeigt, so muß er nocheiukochen. Nach jedesmaligem Eintauchen wird der ^rvoinstrsin warmem Wasser abgewaschen nnd gut abgetrocknet.
Beim „Faden" zeigt der ^i'soiQstrs 38 Grad, bei „Kleineund Große Perle" 40 und 41 Grad und bei „Breitlans"4Z Grad.
Die Früchte, welche mehrmals aufgekocht werde», müsse» jedesMal, sowie sie ausgegvssen sind, mit einem reinen weißen Papierbedeckt werde», nicht mit einem Deckel, und in der Messing-Cafseroledarf uie etwas steheu bleiben, selbst nicht zum bloßen Abkühlen, nndwo bei eiuigeu Recepten das Einzumachende nicht ansgegofsenwerden soll, da muß man irdenes Geschirr nehmen.
Flüssig eingemachte Früchte müsse» immer mit ihrem Saftbedeckt sei» u»d sollte dieser daz» »icht reiche», so m»ß mau uochZucker läuteru uud mit dem Safte eben aufkochen lassen, bevor maudiesen über die Früchte gießt.
Wenn das Eingemachte in die Gläser vder Töpfe eingefülltund erkaltet ist, so werden, außer bei dem Essig-Eingemachten, rnndeweiße Papierblättchen, genau uach dem Innern des Gefäßes ge-schnitten, in Rum getaucht uud auf das Eingemachte gelegt, diesesdann pünktlich mit weißem Papier zugebunden, Sorte und Jahreszahl