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hatte, hergeht. Auch war der Verfasser, Mattheus Creutz*), kein ge-borner Kölner, sondern aus Andernach. Vielleicht sind dadurch vieleFormen zu erklären.
In demselben Jahre druckte Gennep eine ,Susanna' 2 ), die in derteilweisen Beibehaltung der Monophthonge und der graphischen Konso-nantenverdopplung dem ,Fasnachts Spill' sehr ähnlich ist.
Mit dem ,Homulus' von 1554 sehliesst der Dialekt seine Rolleab, und es sind im folgenden immer nur vereinzelte Worte und Formen,welche den alten Lautstand behalten und noch einige Zeit fortbestehen,wie wir dies in gleicher Weise, jedoch weit stärker als in der Druck-sprache, in den beiden Kanzleien getroffen haben.
Gleich der folgende Druck kann uns dies beweisen, die grosseSchrift Groppers ,VOnn Warer/ Wesenlicher/ vnd Pleibeder Gegen-wertigkeit des Leybs vnd Bluts Christi nach besehener Consecration /Vnd derselben Anbettung im Hochwirdigsten Heiligsten Sacramet desAltars . .' (Köln bei Gennep 1556) 3 ). Exx. in Wolfenb., München u.Berlin.
Vokale: 1. mhd. i ist sehr selten i: z. B. Zzlb (sie) schrieben(Praes.); öfter in loortlyn, Mndli/n.
2. mhd. iu und 3. ü sind durchweg diphthongiert.
4. Die nachschlagenden Vokale sind in diesem Druck nicht mehrvorhanden.
Bei den Konsonanten ist nur wenig zu bemerken:
1. mhd. b im Anlaut oft = p: bleibender (Titel), gepotten B4a,Hh3a gepürlichen neben gebürlieher (ib.).
2. Ganz vereinzelt ist mhd. g =: ch: pflecht H7a.In der Flexion ist nichts gegen 1549 geändert.
Die nun noch folgenden Drucke können wir zusammen behandeln;es mögen zuerst die Titel angeführt werden:
15 5 8 ,Redt vnd Antwort jetziger Zweyspalt in Glaubens Sachen /Vss der Heyliger Biblischer Schrifft/ vn den ältisten Kirchen Lehrern/
') ,Fasnachts Spill' am Ende: Vnd sagts auss Trewen vff gut Teutschj
Von gutem Jiertzen Mattlieus Creutz.
2 ) Titel s. S. 10. Hartzheim nennt Creutz, Goedeke irrtümlich unsernGeunep angeblich nach der Vorrede, als Verfasser.
3 ) Meuser a. a. 0. S. 389 giebt eine Ausgabe von 1548, Büllingen,Sammlungen z. köln. Buchdruckergeschichte eine solche von 1550 an. 1560erschien eine lateinische Übersetzung von Surius ,Col. apud haeredes Jo.Quentell': ,De veritate Corporis et Sanguinis Christi in Eucharistia.' (Ex. inWolfenbüttel.)