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Verzeichniss der Kölner öberhirten.
vom Tode Otto's II. treulos 984 an Heinrich II. von Baiern ab, danktab 984 und zieht sich ins Kloster St. Martin zu Köln zurück, f 985 21/9.Er gab ein Stück vom baculus St. Petri an Trier ab.
38. Everger, den Kölnern anfgedrängt 984, doch von Warin con-secrirt, steht bei dem St. Mnrtinskloster zu Köln in gutem, bei demGladbacher Kloster in bösem Andenken, bestattet die 991 15/6 zu Nim-wegen verschiedene Kaiserin Theophano in St. Pantaleon zu Köln, f 99911/6, ruht im Dome zu Köln.
39. Der h. Heribert, Graf von Rothenburg a. d. Tauber, Kanzlerund Archilogothete Otto's III., geb. zu Worms, erhoben zu Benevent999 9/7, empfängt von Sylvester II. das Pallium, kömmt 999 24/12nach Köln, wird inaugurirt 999 25/12, consecrirt 1000 31/3, steht 100224'1 zu Paterno am Sterbebette Otto's III., dessen Leiche er in dieGruft nach Aachen geleitet, baut die Abtei Deutz vor 1003 1/4, zieht1004 mit Heinrich II. nach Italien, vertheidigt diesen in Pavia 100415/5 gegen die Bürger, die in der Nacht unversehens den Palast stürmen,mit Heldenmuth, und wird zur genauen Noth im entscheidenden Augen-blicke selber gerettet, f zu Köln 1021 16/3, ruht in Deutz.
40. Piligrim, Kanzler oder Kapellan Heinrichs II., erhoben 1021,empfangt von Benedikt VIII. das Pallium, zieht 1022 mit dem Kaisernach Italien, vollendet den von seinem Vorgänger 1020 begonnenen Baudes Stiftes St. Aposteln in Köln, weiht 1028 8/10 die Kirche der vonPfalzgraf Ezo 1024 gegründeten Benedictinerabtei Brauweiler, f zuNimwegen 1036 25/8, ruht in St. Aposteln zu Köln. Er erscheint inUrkunden der Päpste 1024 8/2 und 1026 17/12 als Bibliothekar desApostolischen Stuhls, ebenso erscheint er seit 1031 und dann seine Nach-folger bis auf Kaiser Heinrich V. dauernd als Erzkanzler in den Reichs-urkunden „für Italien".
41. Hermann II. der Edelgeborene, Pfalzgraf, Enkel Otto's II.,gewählt 1036, zieht 1037 mit dem Kaiser nach Italien, bewirthet 104929/6 Leo IX. in Köln, f 1056 11/2, ruht im Lome zu Köln. Er er-scheint seit 1051 12/3 auch als Erzkanzler des Apostolischen Stuhls inPapsturkunden.
42. Der h. Anno II., erhoben durch Heinrich III. und consecrirt1056 3/3, „die Blüthe und das Licht Deutschlands, ein Kirchenfürst,der in Mehrung des Glanzes der Kölner Kirche alle seine Vorgängerübertraf", 1069—1072 vom grössten Einfluss auf die Reichsverwaltung,stiftet 1064 die Benediktinerabtei Siegburg, 1071 die BenediktinerabteiSaalfeld in Thüringen, 1072 die Benediktinerabtei Grafcaft im Arns-bergischen, baut die Stiftskirchen St. Maria zu den Stiegen und St. Georgin Köln, muss 1074 kurz nach Ostern aus Köln nach Neuss flüchten,demüthigt iedoch schon vier Tage später die undankbare Stadt, + imStift St. Gereon 1075 4/12 früh Morgens, wird in Siegburg 11/12 be-stattet. Er erscheint bis 1067 10/5 als Erzkanzler des ApostolischenStuhls in Papsturkunden.
43. Hildolf, Hofkaplan Heinrichs IV., von diesem den Kölnerngegen ihren Willen aufgedrungen 1076 6/3 und durch Wilhelm vonUtrecht zu Köln consecrirt, eifriger Anhänger Heinrichs, f 1079 19/7,ruht im Dome zu Köln. Damals widerrief Gregor VII. die Privilegiender Kölner Kirche.
44. Sigewin, durch Heinrich IV. erhoben 1079, betheiligt sich1085 29/4 an dem Mainzer Afterconcil gegen Gregor VII., f 1089 31/5,ruht im Dome zu Köln.