Verzeichniss der Kölner Oberhirten.
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des gemeinsamen Lebens der Canoniker am Dome und bei den Stiftender Erzdiöcese, f 889 11/9, ruht im Dome zu Köln. Damals entstehen,vor 874, die Frauenklöster Essen und Gorresheim.
32. Herimann I. der Fromme, gewählt Ende 889 oder Anfang 890,empfängt von Stephan VI. im Mai 890 das Pallium und im Mai 891,da die Normannen alle Kirchen Kölns verbrannt haben, Reliquien fürdie neuen Kirchen, reclamirt die Suffragane Bremen, soll sie gemässSpruch des Papstes Formosus vom Jahr 893 so lange Hamburg über-lassen, bis dieses erstarkt sei, worauf Bremen an Köln zurückfallenmöge, ist 895 im Mai auf dem deutschen Nationalconcil zu Tribur,erscheint in Urkunden als Erzkaplan Zuentebolds von Lotharingien,steht mit Johann X. in freundschaftlichem Briefwechsel, stürzt sich durchdie Weihe Hilduins für Lüttich 921 in unangenehme Verwickelungen,f 925 11/4, ruht im Dome zu Köln. Seine Zeit ist die wildbewegtesteim Rheinlande. Sergius III. widerruft c. 905 die Verfügung des Pormosusüber Bremen, dessen Verband mit Köln für immer gelöst bleiben soll.
33. Wikfried, gewählt 925, hilft 936 8/8 Otto I. krönen, istdiesem treu ergeben, kränkelt in seinen letzten Jahren, -j- 953 9/7. Erbedenkt das Stift der 11000 Jungfrauen zu Köln 927 29/7 und 941 28/11mit Schenkungen, weiht die um 920 gegründete Abtei Steinfeld. Agapet II.bestätigt 948 2,1 aufs Neue die Verbindung Bremens mit Hamburg.
34. Der h. Bruno I. Herzog von Sachsen, geb. 924, Otto's I.Bruder, bei Bischof Balderich zu Utrecht gebildet, seit 940 30/5 Kanzlerund Erzkaplan, seit 952 mit Erzbischof Friedrich von Mainz Erzkanzler,wird Erzbischof von Köln 953 vor 30/8, erhält von Otto I. das Herzog-thum und oberste Regiment in Lothringen, empfängt das Pallium vonAgapet II. 954, ordnet seit 954 die innern Angelegenheiten des zer-rütteten Frankreichs in Otto's Auftrag gleichsam als Administrator, leitetwährend Otto's Römerzug 961—965 mit seinem Neffen Erzbischof Wil-helm von Mainz die Reichsgeschäfte, gründet 964 22/5 das KlosterSt. Pantaleon zu Köln, bringt c. 963 den baculus St. Petri von Metznach Köln, handhabt Landfrieden und Gerechtigkeit, thut ausserordent-lich viel für das Erzstift, zumal auch für Wissenschaft und Bildung,t auf einer Reise nach Compiegne, um in der französischen Königs-familie den Frieden herzustellen, zu Rheims 965 11/10, ruht seit 965 18/10in St. Pantaleon zu Köln. Bonn war sein Lieblingsaufenthalt. Im Juni965 waren alle Glieder der Ottonischen Familie zu Köln um ihn festlichversammelt. Die Diöcese Tournay hat seit uralter Zeit am 18. Juniein eigenes Offizium von Bruno, auch beging man in St. Pantaleonseinen Todestag in Weise der Gedächtniss eines Heiligen oder Seligen.
35. Folkmar, Bruno's Vertrauter, erhoben und gewählt 965,f 969 18'7.
36. Gero, Markgraf der Lausitz, einstimmig, aber wider den WillenOtto's gewählt 969, daher erst nach zwei Jahren genehmigt und con-secrirt, geht dann 971 als Gesandter Otto's mit glänzendem Geleit nachConstantinopel, die Theophano abzuholen, hilft 973 in den ersten Tagendes Juni zu Magdeburg Kaiser Otto I. bestatten, f zu Köln 976 28/6,soll nur scheintodt gewesen und als solcher beerdigt worden sein, ruhtim Dome zu Köln. Unter ihm wird die Benediktinerabtei Gladbachc. 974 gestiftet.
37. Warinus, gewählt und mit Otto's IL Genehmigung alsbaldconsecrirt 976, wird nach der Krönung Otto's III. 983 25/12 mit derErziehung des jungen Königs betraut, gibt ihn jedoch auf die Kunde
Binterim und Mooren, Erzdiöcese Köln II. 4^-
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