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2 (1893) Die Erzdiöcese Köln nach der Kirchentrennung
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Der politische und kirchliehe Zusammenbruch.

alles auf der rechten Eheinseite gelegene geistliche Ver-mögen gleichfalls einzog. Nach dem Luneviller Friedenverlegte Herr v. Caspers seinen Verwaltungssitz nachDeutz und füllte in Armuth und Entbehrung seine Stel-lung mit Ehren und Pflichttreue aus, bis der Tod ihn,den Hochbetagten, am 15. August 1822 abberief. Einekurze Zeit noch verwaltete der erste Secretair des Hin-geschiedenen, Stephan Schmitz, als apostolischer Vicardie Stelle seines früheren Obern, um am 20. Mai 1825die Leitung des Sprengeis dem neuen Erzbischof, demGrafen Ferdinand August Spiegel zum Desenberg zuübergeben. Hatte sich auch in dieser Verwaltung diebischöfliche Hierarchie ohne Unterbrechung erhalten, sokann man doch sagen, dass mit der Sequestration des ge-sammten Kirchengutes im Jahre 1796 das Ende des histo-rischen Zusammenhangs der kirchlichen Verhältnisse in derErzdiöcese besiegelt war.

Alle haaren Bestände aus den Kassen der Klöster,Kirchen, Pfarreien, Vicarien, Hospitäler, Schulen und son-stigen kirchlichen Stiftungen hatten die Sieger sich an-geeignet. Die kostbarsten silbernen und goldenen Gefässe,kostbar durch ihren Gehalt an Edelmetallen, noch kost-barer häufig aber durch ihren Kunstwerth, wurden ihrenEigenthümern genommen oder gestohlen und eingeschmolzen,die herrlichsten Bibliotheken vernichtet, die Archive ge-plündert und ihre unersetzlichen Schätze in alle Windezerstreut. Manuscripte und Miniaturen, die Jahrhundertelang in den Klöstern gehütet waren, die in den Zeitendes 30jährigen Krieges und der Ludwig'schen Raubkriegedem Verderben und der Zerstörung entgangen waren, wurdennach Holland und England verschleppt. Die wohlfeileAusrede, dass diese literarischen und kunsthistorischenSchätze schliesslich doch nur den Besitzer gewechselthätten und damit ihr Werth für die Civilisation nicht ver-loren gegangen sei, vermag uns über die Thatsache einesunermesslichen und für Deutschland unersetzlichen Verlustesnicht hinwegzubringen.

Die Einbusse, welche die Kölner Kirche durch dieZerstörung und Beschlagnahme so zahlreicher Kirchen,Kapellen, Klöster und sonstiger Gebäude erlitt, wird niemalsauch nur mit annähernder Wahrscheinlichkeit festzustellensein. Wir haben den Versuch gemacht, uns durch Einsichtin die Rollen der Aachener Präfectur, welche auf dem