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Der wirthschaftliche Niedergang der Erzdiöcese.
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bürg abgeführt wurde, sah den Tod am 16. Juli 1480 alsKriegsgefangener an sich herantreten.
Bedenkt man, dass diese Zustände eines allgemeinenwirtschaftlichen Niedergangs bereits mit dem Jahre 1421,dem Beginn des Hussitenkrieges zuerst ihren Anfang genom-men hatten, dann wird man es begreiflich finden, dass in denHerzen der Diöcesanen eine wenig freundliche Stimmunggegen ihre kirchlichen Oberhirten herrschen musste. Nebendiesen Folgeerscheinungen eines rein politischen Zustandeskam das Sinken der westphälischen Städte in mercantilischerBeziehung. Die Absatzgebiete des westphälischen Aussen-handels nach England, dem scandinavischen Norden, nachPolen und Russland, waren durch den Niedergang derHansa immer mehr und mehr eingeengt, so dass in dieehedem so reichen Ortschaften des Süderlandes die Ver-ödung und die Dürftigkeit ihren Einzug gehalten hatten.Diese Zustände geben uns den Schlüssel, wenn die Chro-niken der damaligen Zeit von Aufläufen berichten, die inverschiedenen Städten des Landes vorkamen, weil Klerikerden Kornertrag ihrer Zehnten selbst in den Handel ge-bracht hatten. Solche Erscheinungen sind immer nur dieSymptome eines allgemeinen Zustandes, wenn der wirth-schaftlich Bedrückte seine Daseinsbedingungen von einerSeite untergraben sieht, bei der er die Richtung auf höhereGüter voraussetzen zu müssen glaubt. Kaum sollte einanderes Menschenalter vergehen, als auch der Grlanz Ve-nedigs durch die Entdeckung des Seeweges nach Ostindienund vollends gar durch die Eroberung Aegyptens Seitensder Türken zu erbleichen begann. Damit waren denreichen Städten Süddeutschlands und im weitern VerlaufFrankfurt, Mainz, Köln und den übrigen niederrheinischenStädten die Bedingungen ihrer mercantilen Bedeutung ent-zogen.
Es ist psychologisch vollkommen erklärlich, wenn unterder Ungunst dieser Verhältnisse der verarmende Bürgerund der niedergetretene Bauer in seinen geistlichen Ober-hirten nur noch die mächtigen Feudalherren, die Vertretereines Standes sahen, dessen Interessen mit den seinigen imvollsten Widerspruch standen. Als der Bischof von Münsterund seine Kapitelherren den Widerstand des aufstrebendenBürgerthums in der Schlacht von Varlar am 18. Juli 1454gebrochen hatten, waren die Herren unklug genug Jahraus Jahr ein eine Siegesfeier im Dome abzuhalten, während
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