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den Herstellungsprozeß einbezogen: beim Korrekturlesen, für dasnach gesetzlicher Regelung der Verlag aufzukommen hat, das abervielfach dem Autor über die ihm zustehende Kontrollfunktionhinaus zur Entlastung des Verlags übertragen wird. 2
Die Einbeziehung des Autors in die Herstellung begann mit derOffset-Faksimilierung von Typoskripten, die das Ende des her-kömmlichen Buches und seiner Herstellungweise signalisierte.Damit wurden - aus welchen Gründen auch immer - erstmalsgenuine Verlagsfunktionen auf den Autor übertragen. Oft gegenseine Absicht und Neigung wurde er bis in kleinste Details hineinmit der Technik der Herstellung befaßt. Damit wurde der Autor(verstanden als Element des Publikationsprozesses) schrittweisetechnisch konditioniert. Trotz der damit verbundenen Belastungwurde diese Konditionierung nicht nur negativ empfunden. Sieöffnete dem Autor auch die Augen für die Möglichkeiten seinerEinwirkung auf die Gestaltung und Verbreitung des von ihmgeschriebenen Textes. Die von wissenschaftlichen Autoren undInstitutionen in der Folge bereitwillig aufgegriffene Idee deseigenen Composersatzes muß in diesem Zusammenhang gesehenwerden.
Mit der Textverarbeitung im Kleincomputer 3 hat die Einbeziehungdes Autors in den Herstellungsprozeß oder, anders gewendet, dieMöglichkeit seiner Einflußnahme darauf eine neue Dimensiongewonnen und vielleicht auch ihren natürlichen Endpunkt erreicht.Es ist schwer vorstellbar, daß eine Vervollkommnung dieser Tech-nologie oder eine andere Technologie noch weiter in diese Richtungführen könnten. Die Satzherstellung liegt nunmehr potentiell ganzin Händen des Autors, und die in der Computertechnologie zubeobachtende Tendenz zur Bedienungsvereinfachung dürfte ihn inZukunft weitgehend unabhängig von der technischen Hilfe machen,deren er im Augenblick noch in erheblichem Umfang bedarf.
Die neue Situation, die man ebenso als Ergebnis wirtschaftlicherZwänge wie einer vom Verlag (als Institution) eingeleiteten Be-fassung des Autors mit der Technik der Herstellung betrachtensollte, hat einen doppelten Aspekt. Einmal bedeutet die Aus-lieferung des Autors an den Computer eine in der Geschichte der
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