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Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung : zu Problemen der Literaturversorgung und der Literaturproduktion in der Bundesrepublik Deutschland
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Dienst als Teil der Bibliographie der Hochschulschriften einge-richtet worden. Allerdings ist er infolge des Desinteresses und dermangelnden Kooperationsbereitschaft der Hochschulen nicht überAnsätze hinausgekommen.

Es ergäben sich mehrere Vorteile. Für den Benutzer wäre einespezielle Literaturkategorie klar gekennzeichnet. In den Biblio-theken könnten mehr Dissertationen unter Einsparung von Etat-mitteln und Stellfläche zur Verfügung gestellt werden. 13 In Mi-krofiche-Form könnten Dissertationen sogar dem einzelnen Wis-senschaftler privat überlassen werden.

Auch der Doktorand und die Hochschule könnten Vorteile haben.Wie in den Vereinigten Staaten könnte das Mikro-Archiv derDissertationen als Reservoir dienen, dem verantwortungsbewußteVerlage hervorragende Arbeiten für eine spätere Buchveröffent-lichung entnehmen. Dabei wäre die Dissertation jedoch nicht, wiebisher üblich, als fertige Veröffentlichung anzusehen, sondern nurals ,Rohstoff, aus dem eine lesbare Monographie gemacht werdenkann. 14 Die als vollgültige Monographie veröffentlichte Disser-tation wäre - in höherem Maße als bisher - eine Auszeichnung fürden jungen Autor und damit Instrument einer Nachwuchsför-derung, deren Notwendigkeit immer stärker empfunden wird. 15

Die Hochschulen könnten das zentral publizierte abstract nocheinmal in ihren Forschungsberichten vorlegen. Eine solche Ver-öffentlichung wäre nicht nur eine unter anderen Möglichkeiten, dieden Universitäten auferlegten Forschungsberichte von dem Odiumzu befreien, ebenso aufwendige wie wissenschaftlich nutzloseProdukte einer antiquierten Transparenzideologie zu sein. 16 Siewäre auch eine neue Form des Effizienznachweises, und für dieBewertung von Hochschulen ließe sich daraus einer jener Maßstäbeableiten, die neuerdings dringend gesucht werden.

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Wir befinden uns einem neo-alexandrinischen Zeitalter, und esgehört zu den Kennzeichen des Wissenschaftsbetriebs, daß al-

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