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anders dar. Forschung ist ein Prozeß, der im Interesse der Effizienzso wenig wie möglich segmentiert werden sollte. Die bestenArbeitsmöglichkeiten sollten daher dort sein, wo die besten In-formationsmöglichkeiten bestehen. Dies gilt insbesondere für denUniversitätsbereich, in dem sich der Raum für die Forschung durchdas traditionelle Gegeneinander von zentralen Bibliotheken undInstitutsbibliotheken erheblich eingeengt hat.
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Es würde sich daher empfehlen, die Verbesserung der Voraus-setzungen für die produktive wissenschaftliche Arbeit in denzentralen Universitätsbibliotheken (und auch in anderen Biblio-theken) zum Gegenstand bibliothekarischer Überlegungen zu ma-chen. Das Grundkonzept ist vorgegeben, aber viele Details bedürfender Ausarbeitung, denn eine Reihe von Sachkomplexen ist bislangkaum erwogen worden. Dazu gehört etwa die Frage, wie - ichbenutze den englischen Ausdruck, weil ein deutsches Äquivalentfehlt - reference sections für Forschungszwecke auszusehen haben.Oder die Frage, wie sich Freihandbestände in einer primär für diestudentische Arbeit bestimmten Bibliothek von denen in einerwissenschaftlichen Bibliothek' unterscheiden. 16 (Es gibt Biblio-theken, in denen das Triviale neben dem Hochspeziellen steht). ZurBeantwortung dieser und zahlreicher anderer Fragen wäre allerdingseine differenziertere Benutzerforschung erforderlich, als es siezumindest bisher in der Bundesrepublik gibt.
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Geisteswissenschaftliche Forschung ist vornehmlich, aber nichtausschließlich Individualforschung. Wäre sie nur Individualfor-schung, würden einige Forschungsbibliotheken, wie sie hier vor-geschlagen werden, 17 die Probleme der Literaturversorgung weit-gehend lösen. Aber geisteswissenschaftliche Forschung ist auch, wiees Theodor Mommsen bereits formulierte, „Großwissenschaft, dienicht von Einem geleistet, aber von Einem geleitet wird." 18
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Großprojekte wie Editionen, Wörterbücher, Bibliographien undNachschlagewerke sind gegenüber der Individualforschung, diezumindest außerhalb Deutschlands schon immer mit der Biblio-
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