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Modelle angesehen werden. Ihre Bedeutung liegt vielmehr darin,daß sie die bislang in der Bundesrepublik allgemein akzeptierteTheorie der Literaturversorgung relativieren . Gleichzeitig bringensie die besonderen Bedürfnisse der geisteswissenschaftlichen For-schung stärker zur Geltung, als das bisher unter den genera-lisierenden Perspektiven der Bibliotheksplanung der Fall war.
Mein Plädoyer für die Zentralbibliothek als geisteswissenschaftlicheForschungsstätte ist nicht zuletzt durch die augenblickliche Si-tuation und die voraussehbaren Veränderungen im Informations-bereich motiviert. Zentrale Bibliotheken sind schon immer In-formationszentren gewesen, vor allem in den Universitäten. Gleich-viel wie gut Institutsbibliotheken als Spezialbibliotheken ausge-stattet sind, sie können in der Breite und Differenziertheit ihresbibliographischen Apparats nicht an die zentralen Bibliothekenheranreichen. Der Aufbau eines umfassenden bibliographischenApparats, wie er vor allem für die geisteswissenschaftliche For-schung unabdingbar ist, erfordert so viel Sachkenntnis und fi-nanziellen Aufwand, daß er nur an einer zentralen Stelle zurealisieren ist.
Die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung hat dieseSituation nicht verändert, sondern eher akzentuiert. Terminalan-schlüsse zu Datenbasen sind aufwendige Einrichtungen, die nichtüberall zur Verfügung gestellt werden können. Überdies ist dieBenutzung solcher Einrichtungen kostenintensiv. Und schließlichist meist Fachpersonal erforderlich, wenn sie adäquat betriebenwerden sollen. 14 All dies spricht dafür, die Informationsvermittlungin Zukunft zumindest nicht weniger zu zentralisieren, als sie es inder Vergangenheit bereits war. Auch wenn Sonderregelungen für dieNaturwissenschaften und die Medizin in Betracht gezogen werden:für den gesamten geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereichbietet sich keine andere als eine zentrale Lösung an. 15
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Es ist nicht sinnvoll, die Möglichkeiten der Informationsaufnahmevon den Möglichkeiten der Literaturbenutzung abzutrennen. Ob-wohl es scheinen könnte, daß die bibliographische Ermittlung unddie nachfolgende Bearbeitung von Literatur nicht notwendig zu-sammengehören, stellt sich dies vom Standpunkt der Forschung aus