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Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung : zu Problemen der Literaturversorgung und der Literaturproduktion in der Bundesrepublik Deutschland
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mit Abbildungen handelt. Jedes Original kann auf die gleiche Weiseohne Schwierigkeiten umgewandelt werden. Überdies braucht dasOriginal nicht eine gedruckte Seite zu sein. Auch Filmaufnahmenwerden von einem Scanner digitalisiert, so daß Mikrofilme stattPapiervorlagen benutzt werden können.

Der zweite Grund ist eine vielfache Verwendbarkeit des digi-talisierten ,Bildes'. Es kann sofort weitergeleitet werden. UnterBenutzung verfügbarer Datennetze läßt es sich über kurze oderweitere Entfernungen an einen Empfänger übermitteln, der esseinerseits auf einen Bildschirm empfangen oder als Papierkopieausdrucken kann. Es kann aber auch im Computer oder in andererForm gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt beliebig oftabgerufen werden.

Die bislang im Handel befindlichen Digitalisierer haben denNachteil, daß sie, ebenso wie die handelsüblichen Kopiergeräte,nicht für den Bibliotheksgebrauch vorgesehen sind. Sie sind aufOriginale in Blatt-Form eingerichtet. Sie verursachen die gleichenEinbandschäden wie die zur Zeit überall verwendeten Kopiergeräteund sind daher nur begrenzt oder - bei fragilen Buchvorlagen -überhaupt nicht benutzbar. Bei Versuchen mit solchen Geräten, diein den Vereinigten Staaten unternommen wurden, mußten dieBuchblöcke in einzelne Blätter zerlegt und damit zerstört werden.

Ein spezielles Gerät für die Verwendung in Bibliotheken hat dieBritish Library, London, entwickelt. 24 Es kombiniert eine weit-gehend konventionelle Digitalisierungsausrüstung mit einer neukonstruierten Halterung. Diese V-förmige Halterung erlaubt einerelativ schnelle und beschädigungssichere Reproduktion von Bü-chern. Die bei den handelsüblichen Geräten erforderliche Kopie derBuchseite entfällt also. Außerdem arbeitet das Gerät schneller alsübliche Telefaksimile-Einrichtungen. Für das scanning einer DIN A4 Seite werden unter acht Sekunden benötigt. Der Wiederausdruckauf einem entsprechenden Gerät nimmt ebenfalls nicht mehr alsacht Sekunden in Anspruch. Die Wiedergabequalität der Papier-kopie läßt kaum zu wünschen übrig, auch im Falle alter Bücher. DieEntwicklung des Gerätes ist abgeschlossen; es soll noch im Jahre1983 verfügbar werden, und zwar in Verbindung mit einem speziell

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