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Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung : zu Problemen der Literaturversorgung und der Literaturproduktion in der Bundesrepublik Deutschland
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werden konnten. Der schnelle Aufbau von Archiven an verfilmterLiteratur bei den Archivbibliotheken wäre daher eine vordringlicheAufgabe, damit diese im Leihverkehr in erster Linie angegangenwerden könnten.

Ob die Vervielfältigung und Versendung der Mikrofiches von jedereinzelnen Bibliothek aus erfolgen soll oder ob dafür eine Zen-tralstelle zuständig sein könnte, wird erst zu einem späterenZeitpunkt entschieden werden können. In jedem Falle sollte jedochdas „Verzeichnis mikroverfilmter Werke" zentral geführt werden. Eswäre als nationalbibliographisches Unternehmen aufzufassen. Da-mit wäre die Deutsche Bibliothek in Frankfurt der natürliche Ort fürdie Zusammenstellung und Veröffentlichung. 23

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Wegen der Einfachheit und Verläßlichkeit ihrer Technik wird dieMikroverfilmung voraussichtlich noch für längere Zeit das ge-eignetste und kostengünstigste Mittel darstellen, zum Zwecke desTransports den Informationsgehalt eines wissenschaftlichen Werkesvon der Buchform abzulösen. Gleichwohl sollte sich die Auf-merksamkeit auch auf jene neuen Technologien richten, die inZukunft vielleicht noch weiterreichende Formen der Dissoziationherbeiführen können. Unter der Sammelbezeichnung „ElectronicDocument Delivery" werden seit einiger Zeit Möglichkeiten derFernübertragung geplant und erprobt, deren technische Grundlagedie Auflösung von Dokumenten (Textseiten) in binäre Datenströmeist. Die Auflösung erfolgt durch spezielle Geräte (Scanner, Digitizer,Digitalisierer), die die Originaldokumente abtasten und in ent-sprechende Impulse umsetzen. Die Technik der Scanner ist vollentwickelt, und Geräte werden von einer Reihe von Firmen auf denMarkt gebracht.

Die Digitalisierung ist aus zwei Gründen eine für die Litera-turversorgung interessante Technik. Einmal wegen einer ,neutralen'Charakteristik auf der Eingangsseite. Das im Scanner umgewan-delte Original stellt sich für das Gerät einfach als ,Bild' dar. Es spieltkeine Rolle, ob es sich um Texte oder Abbildungen oder um Texte