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die Zugehörigkeit eines gedruckten Textes zu einer historischenEpoche. Dadurch würden nicht nur die Begrenzungen und Ein-seitigkeiten, die sich aus dem Regionalprinzip ergeben, weitgehendkompensiert: die nationale Bedeutung von Autoren und Werkenkäme in einem angemessenen historischen Kontext zur Geltung.
Während sich das regional gesammelte Schrifttum weder unter demGesichtspunkt der nationalen Repräsentanz noch unter dem derforschungsgerechten Erfassung zu einem geschlossenen Archivzusammenfügt, ergibt das chronologisch gesammelte Schrifttumohne weiteres ein Kontinuum, auch wenn die Sammlungen selbstnicht an einem Ort vereinigt sind. Die Voraussetzung ist allerdings,daß der Kreis der beteiligten Bibliotheken klein gehalten wird unddaß sich die jeweilige Sammeltätigkeit auf einen hinreichendgroßen Zeitraum erstreckt.
Bei der Auswahl der Bibliotheken müßte nach einem Prinzipverfahren werden, das einer vielfach geübten Praxis entgegensteht.Die in der Bundesrepublik allenthalben verfolgte Politik derregionalen Versorgung' hat zum Grundsatz, dort etwas aufzubauenoder hinzugeben, wo bislang noch nichts ist. Nach diesem Prinzipwurde - mit negativen Folgen für das gesamte wissenschaftlicheBibliothekswesen - über weite Bereiche das Sondersammelgebiets-system in der unmittelbaren Nachkriegszeit aufgebaut. Jeder Ver-such, hier ähnlich zu verfahren, würde in einem Fiasko enden. DieZeit für den Aufbau eines retrospektiven Nationalarchivs war dasneunzehnte Jahrhundert. Jeder heute unternommene Versuch ist einverspäteter Versuch, der nur dann noch zum Erfolg führen kann,wenn man auf den besten zur Zeit vorhandenen Beständen aufbautund deren Arrondierung versucht, so schwierig dies im einzelnenauch sein dürfte.
Als zweckmäßig dürfte es sich erweisen, den gesamten Zeitraumvom Beginn des Buchdrucks bis 1900 in vier Abschnitte aufzuteilen:das fünfzehnte und sechzehnte Jahrhundert, das siebzehnte Jahr-hundert, das achtzehnte Jahrhundert und das neunzehnte Jahr-hundert. Vom Standpunkt der Forschung ist diese Aufteilung sichernicht ideal. Viele Fragestellungen führen über die Jahrhundert-grenzen hinweg, so daß jede Segmentierung eine Erschwerung
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