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Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung : zu Problemen der Literaturversorgung und der Literaturproduktion in der Bundesrepublik Deutschland
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Die zu erfassenden Bestände wären in erster Linie die in öf-fentlichen Bibliotheken. Überdies wären Bibliotheken einzubezie-hen, die für die wissenschaftliche Benutzung zugänglich sind, ohneim eigentlichen Sinne öffentlich zu sein. Die zeitliche Grenze zurGegenwart hin wäre zunächst auf das Ende des neunzehntenJahrhunderts festzulegen und gegebenenfalls ins frühe zwanzigstezu verschieben.

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Die Grundeinheit für die Beschreibung müßte die einzelne Bi-bliothek sein. Es würde sich empfehlen, mit einer Charakteristik desGesamtbestandes zu beginnen. Hier sollte eine chronologische,weitgehend nach Jahrhunderten gegliederte Charakteristik erfolgen,in der auch die Anteile des lateinischen und sonstigen fremd-sprachigen Schrifttums im jeweiligen Zeitraum anzugeben wären.Mit der chronologischen Charakteristik könnte sich eine Formal-charakteristik der Bestände verbinden, die etwa die Periodika,illustrierten Bücher, Kartenwerke etc. gesondert herausstellt. Daraufsollte eine inhaltliche Charakteristik folgen, die vor allem unter demGesichtspunkt der wissenschaftlichen Benutzbarkeit zu geschehenhätte und gegebenenfalls Einteilungsschemata zu Hilfe nehmenkönnte, die in der Epoche selbst gebräuchlich waren.

Zur Bestandsbeschreibung als Kernstück sollten alle Informationenhinzukommen, die für die Geschichte eines Bestandes oder für seineErschließung von Interesse sind. So sollte etwa eine knappegeschichtliche Darstellung gegeben werden, die das häufig ebensoaus bibliothekshistorischen wie wissenschaftsgeschichtlichen Grün-den interessante Zustandekommen eines Bestandes erklärt. Zieldieser kurzen Bestandsgeschichte müßte es sein, einen Bestand inseiner Gewachsenheit erscheinen zu lassen und für das, was invielen Fällen zufällig anmutet, eine historische Erklärung zu geben.In der Kumulation würden solche Bestandsgeschichten einenwillkommenen Beitrag zur Geschichte der deutschen Bibliothekenergeben.

Das Handbuch könnte eine regionale Einteilung haben und würdedamit dem dezentralen Charakter der deutschen Bibliotheksland-schaft entsprechen. Ausführliche Register und Synopsen müßtenallerdings sicherstellen, daß sich unter den verschiedensten Ge-

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