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zweite (1978) sprach sich für die Kumulation aller Zentralkatalogein einer einzigen Sequenz aus, so daß ein solches Bestandsver-zeichnis einen „Deutschen Gesamtkatalog" darstellen oder zu-mindest hinreichend ersetzen könnte. Die Kosten dafür wurden aufüber 40 Millionen DM geschätzt. 31
Ein Konsens über Sinn und Zweckmäßigkeit der generellen Be-reitstellung des gesamten in den Zentralkatalogen angesammeltenNachweismaterials (zur Zeit etwa 40 Millionen Titel) ist bisher nichterzielt worden. Die erste Möglichkeit ist im Auftrag der DeutschenForschungsgemeinschaft geprüft und unter bibliothekarischen Ge-sichtspunkten als bedingt brauchbar empfohlen worden. Von einer„Förderung der Verfilmung von Teilen der Zentralkataloge mit demZiel ihrer überregionalen Verbreitung [wurde] grundsätzlich ab-geraten", da „die Handhabung von in der Endstufe etwa 14Instrumenten..., die nach Berichtszeit, Form, Inhalt und Ordnungs-prinzipien verschieden sind..., in der Praxis der Zentralkataloge undgroßen Bibliotheken nahezu ausgeschlossen" erschien. Dagegenwurden von einer „Verbreitung von Mikrofiches-Katalogen in dereigenen Leihverkehrs-Region... insoweit Vorteile [erwartet], alsBestellungen in größerem Umfang gezielt an die besitzendenBibliotheken gerichtet werden können". 32 Gesichtspunkte der wis-senschaftlichen Benutzung von Katalogen blieben bei dieser Stel-lungnahme unberücksichtigt.
Der zweite Vorschlag, der das totale Defizit von Nachweisin-strumenten auf der nationalen Ebene aufgewiesen und damit diewissenschafts- und kulturpolitische Dimension eines Inventars zumnationalen Buchbesitz sichtbar gemacht hat, 33 wurde vom Deut-schen Bibliotheksverband zurückgewiesen. „Der Vorstand," so dasveröffentlichte Protokoll, „verkennt nicht die kulturpolitische Be-deutung eines derart geschlossenen und weltweit verfügbarenNachweises des in der Bundesrepublik vorhandenen Schrifttumsnach dem Vorbild des National Union Catalog Pre-1956 Imprints.Doch kann der Vorstand dem Projekt nicht die Priorität zumessen,die zur Rechtfertigung der immensen Kosten des Projekts not-wendig wäre. Ohne die durch den DGK [Deutschen Gesamt-katalog] erreichbare qualitative Verbesserung der Literaturversor-gung (Beschleunigung, hoher Komfort) unterschätzen zu wollen,
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