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Zerstörung ganzer Sammlungen - belaufen sich auf rund fünfzehnMillionen Bände. 4 In der Folge muß der Benutzer im Hinblick aufdie Erhaltung und Verfügbarkeit älterer Literatur mit völlig un-vorhersehbaren Zufälligkeiten rechnen. Die Wiederbeschaffung vonKriegsverlusten blieb der einzelnen Bibliothek überlassen. Einenkoordinierten Plan für die Rekonstruktion historischer Bestände hates weder unmittelbar nach dem Krieg noch später gegeben. Die vonder Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Literaturbe-schaffung wurde erst 1979 auf Werke ausgedehnt, die vor 1950erschienen sind. 5
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Für ein Literaturreservoir dieser Beschaffenheit ist eine detaillierteErschließung unerläßlich. Da es in der Bundesrepublik eine na-tionale Archivbibliothek erst für die seit 1945 erschienene Literaturgibt und eine Zentralbibliothek fehlt, ist die Forschung auf Nach-weisinstrumente verschiedenster Art angewiesen, um mit denvorhandenen Beständen effizient arbeiten zu können. An solchenInstrumenten fehlt es. Obwohl nicht alle Disziplinen in gleicherWeise davon betroffen sind, ist die Situation, generell gesehen, inhohem Maße unbefriedigend.
Als erschlossen können, mit gewissen Einschränkungen, für deneinzelnen Wissenschaftler nur die jeweils lokalen Ressourcengelten. Die Bestände der Universitätsbibliotheken und Landes-bibliotheken sind in der Regel vollständig katalogisiert.Für die,neuen' Universitätsbibliotheken existieren vielfach EDV-Kataloge.Neben dem alphabetischen Katalog steht häufig ein systematischerSachkatalog zur Verfügung. In den älteren Universitäten mit einemdezentralen, auch Institutsbibliotheken umfassenden Bibliotheks-system existieren überdies meist örtliche Zentralkataloge, in denendie Bestände der Institute insgesamt erfaßt sind.
In nicht wenigen Fällen bieten diese Kataloge jedoch für denBenutzer Probleme. In den ,alten' Universitätsbibliotheken stam-men beide Katalogteile vielfach noch aus dem neunzehnten odersogar achtzehnten Jahrhundert. Sie sind häufig nicht nur schwer
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