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Die Schwierigkeiten, die für die geisteswissenschaftliche Litera-turversorgung weiterhin bestehen oder auch neu entstanden sind,geben sich besonders in vier Punkten zu erkennen:(l)die Übertragung der Sondersammelgebietsfunktion auf die nachKriegsende größtmögliche Zahl von wissenschaftlichen Bibliothe-ken bedeutet eine maximale Entfernung vom Prinzip der zentralenund universalen Präsenzbibliothek als der idealen Voraussetzungfür die geisteswissenschaftliche Forschung;
(2)die Beteiligung vieler Bibliotheken stellt eine Abkehr von derBibliothekspolitik der Notgemeinschaft dar, deren erklärtes Ziel eswar, im Interesse der Forschungseffizienz Ressourcen zu kon-zentrieren und möglichst große Literaturreservoire zu schaffen;(3)die Literaturstreuung bewirkt eine Leistungsminderung geradebei solchen Bibliotheken, die von ihren Beständen her als besondersleistungsfähig gelten müssen; es gibt in diesem System, pointiertausgedrückt, keinen natürlichen' Ort mehr für die geisteswissen-schaftliche Forschung, da die bestehenden Universalbibliothekenauch nur partiell an der Sammlung spezieller Forschungsliteraturbeteiligt werden;
(4)durch den Verzicht auf jede Form von Zentralbibliothek entfälltdie für die Forschung unerläßliche retrospektive Sammeltätigkeit,das heißt: die zentrale Ansammlung von historischen Beständen. 20
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