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<2> (1922)
Entstehung
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Terminologie. Statistik. 5

Schicht des freien Adels abzusprengen und gänzlich zu ver-nachlässigen.

Forsts Studie erhebt sich weit über die Arbeiten vonDungerns, und es wäre sehr zu wünschen, wenn es ihm ge-lingen würde, das riesenhafte Unternehmen durchzuführen, vondem er den Abschnitt für Westfalen herausgearbeitet hat:einen Katalog und wo möglich auch die Stammbäume desganzen deutschen Hochadels. Was ich in diesem Buche fürWestfalen und Baden gab, war ein Notbau, durch den derWind pfiff. Aber auch in seinem viel solideren Bau sindRitzen unvermeidlich, durch die der Wind der Kritik hindurch-dringt.

Es ist eben eine historische Statistik ohne mehr oderweniger wahrscheinliche Schlüsse in den Einzelfällen nicht zumachen. Porst hat gegenüber meiner Statistik einen grund-legenden Unterschied. Ich konnte bei meiner schnellen Arbeitnur nach den Namen der einzelnen Familien zählen, auchwenn ich in einzelnen Fällen schon die offenbar aus einemGeschlechte herstammenden, verschieden genannten Familiennur einmal zählte. Konsequent konnte das aber nur einer ver-suchen, der mit Müsse die Stammbäume aufstellte und demGrundbesitze nachging. Aber es bleibt die Gefahr, nunmehrzu wenig Geschlechter zu finden; denn es kann ja sehr wohlein Sohn eines angeheirateten Schwiegersohns den Namen derBurg, den Vornamen seiner mütterlichen Verwandtschaft, Wappenund Grundbesitz ererbt haben. Stammt der Schwiegersohn aussonst unbekanntem Geschlechte, so fällt ein Geschlecht völligaus. Eine andere Gefahr liegt in der erhöhten Zahl unsichererSchlüsse, und endlich beim ersten Vorkommen befindet mansich überhaupt in der Lage, nun nicht zu wissen, ob man esmit einem Teile eines Geschlechtes zu tun hat oder mit einemselbständigen Geschlechte. Das wahre Ziel dieser Geschlechter-statistik ist unerreichbar.

Die Statistik von Forst rechnet für Westfalen im ganzenmit 63 Geschlechtern mit 107 Familien, ich mit 121 Familien,