Vorrede.se weder so viele Wissenschaften, nochselbige in solchem Grade besitzen können,als diejenigen, welche heutiges Tagesstudieren. Jedoch ich will mir diesesbis auf eine bequemere Zeit vorbehal-ten, und dermalen nur ein paar Fälleanführen, welche mir mit alten Gelehr-ten begegnet. Ich hatte einstens bey ei-nem Fürnehmen, und seiner Gelehrheithalber sehr berühmten Manne etwaszu verrichten, welchen ich desfals desMorgens frühe heimsuchte. Ich fandeihn auf seiner Studier-Stuben, allwoer würklich in voller Arbeit begriffenware. Er ware so alt, daß er sich kaumaufheben, und mich empfangen konnte.Er ware gekleidet, wie ein Weltweiser.Er sahe so mürrisch aus, wie ein Curo-und so tiefsinnig, wie ein PAVLVS. Icherschreckete anfangs ein wenig, undglaubte: Ich hätte das Delphische Ora-kel selbsten vor mir. Ich erholte michindessen geschwind, und stellte ihme mei-ne Sache vor. Er würdigte mich ei-ner Antwort, worüber wir in einen ge-lehrten Zweykampf geriethen, und ichdenEt Arcades olim male audierunt obstuporem ingenii. CALEPINVS indict. Onomast. voc. Arcadia & Arcadicus.
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