Vorrede.daß sie mehr gegessen, mehr getrunken,und mehr geschlafen, als eben wir.Alleine was lässet sich daraus schliessen?Seynd sie darum geschikter, seynd siegelehrter, seynd sie verständiger? Ha-ben sie ihre Jahren mehr, als anderejungen Leuthe sich zu Nutze gemachet?Haben sie grosseres Vermögen, undMittelen gehabt, denen Wissenschaftenobzuliegen? Haben sie Männer ange-troffen, welche ihnen eine bessere Unter-weisung, und Anleitung mittheilen kön-nen.Ist es ohnmöglich, daß der Ge-ber aller Güter die Nachkommendenmit einen aufgeklärteren Verstande be-gabe? Hat die Natur die Weisheit,und Wissenschaft an die greissen Haareangeheftet? Wohnet die Vernunft nurin einem alten Kopf? Seynd die Altenalleinig Menschen, und wird mit ihnendie Weisheit zu Grunde gehen? Ge-wißlich wer solches behaupten will, mußannoch viel grösser seyn, als die Arcadi-schen Gelehrten selbsten (*). Ja ich ge-traue mir so gar Mathematisch zu be-weisen, daß die Alten ordentlicher Wei-(*) Habet haec Regio (Arcadia) asinos pro-cerissimos, qui ob corporis magnitu-dinem in proverbium abierunt.
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