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Die Büchererwerbungen der Kölner Stadtbibliothek
Entstehung
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sachlich unbedenklich, da die Anträge des Bibliothekars darumthatsächlich keine geringere Beachtung erfahren haben.

Die Einrichtung, dass jede einzelne Büchererwerbung einenBeschluss der Deputation erfordert, war wohl im Vergleich zuder Geringfügigkeit der Bücherkredite x ) etwas umständlich, aberim ganzen doch den damaligen Bibliotheksverhältnissen ent-sprechend, da die meisten Wünsche der Bibliothekbesucherwegen der bekannten Mittellosigkeit der Anstalt unausgesprochenblieben oder durch den Bibliothekar unter Hinweis auf diesenZustand ohne weiteres abgewiesen wurden; die geringen An-käufe konnten dann jedesmal bis zur nächsten Deputationssitzungverschoben werden. Dieser Zustand hat sich aber im Laufeder Jahre geändert; die Anforderungen an die Leistungen derBibliothek sind mit der Vergrösserung des Bestandes erheblichgewachsen, sie richten sich sowohl auf die Ergänzung bedenk-licher Lücken wie auf eine regelmässige schleunige Beschaffungund Vorlage wichtiger neuer Erscheinungen und sie treten täglich,ja stündlich an die Bibliothekverwaltung heran. Unter solchenUmständen erschien eine Vereinfachung des Geschäftsgangesgeboten. Dass es nicht thunlich sei, alle Anschaffungen vonden Beschlüssen der Deputation abhängig zu machen, kam mehr-fach in den Verhandlungen der letzteren zur Sprache 2 ), ins-besondere wurde anerkannt, dass gerade oft die günstigstenantiquarischen und Auktionskäufe ein schleuniges Verfahren er-forderten. So sah sich der Verfasser dieser Denkschrift zuÄnderungsvorschlägen veranlasst, welche bei der Festsetzungder neuen Bestimmungen entsprechende Verwertung gefundenhaben. Die Begründung dieser Vorschläge geschah einerseitsdurch Nachweis der Notwendigkeit, die geschäftlichen Vorgängein der Bibliothek den gänzlich veränderten Verhältnissen und

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*) Vgl. oben S. 7 unter Nr; 15.

s ) Sitzungen vom 3. März 1880 und 16. Oktober 1883.