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Am 24. Sept. 1802 war Wimpfcn vo« Baden in Besitzgenommen worden, kam aber durch einen besonderen Staats-Pcrtrag vom 11. Juni 1803 an Hessen. Nach einiger Zeitwurde das Stift aufgehoben, dessen Vermögen eingezogen undden Stiftshcrrcn angemessene Ruhegehalte ausgesetzt. ImJahr 1804 zählte das Ritterstift 7 Personen, nemlich denPfarrer Friedrich Stadler, den Präscnzm elfter Heinrich AntonBccke, 4 Vikare und 1 Meßucr, zugleich Schullehrcr. DieKapitulare Stephan, Freiherr von Schcbcn sind am 21. Febr.1822, und Franz Joseph Johann Nepomu, Freiherr vonStengel am 5. Aug. 1822 zu München gestorben. Der Stifts-Vikar Johannes Maas, dessen Ableben am 18. Nov. 1827 er-folgte, war der Letzte der vormaligen Stiftsgcistlichkeit.
Von den Gebäuden sind noch jctzo die Stiftskirche, dasunmittelbar daranstoßendc Stiftsgcbäude und der zu Wimpfenam Berge gelegene sogenannte Wormscr Hof übrig. DieseKirche, im Jahr 1259 an die Stelle der alten Stiftskirche imfränkischen Geschmacke erbaut, ein Meisterstück der Bankunst,zeichnet sich weniger durch ihren Umfang, als durch ihre Schön-heit und Gediegenheit aus. Im Innern überraschen die er-habenen Wölbungen und die Säulcngänge und das Ganzebietet dem Kenner wie dem Nichtkenner einen großartigen An-blick dar.