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besorgen. Unter diesen Beiden stand der Sänger (eantor),der im Chor den ganzen Gesang zu leiten hatte. Der Kell-ner Ollalws) hatte, nach der Weisung des Pröpsten, fürSpeise und Trank zu sorgen und den Tisch zu versehen; derScholast (8LüolÄ.reü»., 8enola3tiou8) hatte die Elcrikcr (Geist-liche) in den geistlichen Wissenschaften zn unterrichten, unddem Schatzmeister (tllszaurarinz) war die Aufbewahrung derHans- und Kirchcugcrüthc, der Wucher:c. anvertraut. DieMarien waren die Stellvertreter der Chorherren, wen» dieseabwesend seyn mußten, oder auch überhaupt denselben, wegender Vollständigkeit des Gottesdienstes, beigcgcben.
In allen diesen Stiften hat es sogenannte Carenz- (Cnt-bchrungs-) Jahre l>nni eai'LutikL) gegeben, ncmlich Jahre, inwelchen ein neu aufgenommener Canouiker die Einkünfte seinerPfründe noch'nicht beziehen konnte, indem die Päpste, währenddiese ihren Hof zu Avignon hielten (1305—??), von allenPfründen, die einen jährlichen Ertrag von 24 Dukaten abwar-fen, die Einkünfte des ersten Jahres nach ihrer Erledigung,unter dem Namen Annatcn (primi truetiiL) für sich in Anspruchnahmen.
160. Das Collegmtstift (Kugelhaus) zu St. Markus in
Butzbach.
Johann von Linsingen, Propst zu St. Peter bei Fuldavertauscht 1468, mit Willen des, Abtes Reinhard vonFulda und mit Vorbehalt der päpstlichen Genehmig-ung, den Kirchensatz der Pastorci zu Vutzbach au Eber-hard III. von Eppenstein, gegen die Vikarie in der Domtirchezu Mainz, mit welcher Hartmann Moller von Vutzbach vondemselben belichen worden war'); 1468 giebt Papst Paulus II.
') Butzbacher Copmlb. zu Darmstadt, Bl. 13 u. 14; vA Loliaimat,vioeo. tulä. p. 139 (Ausz.). Die Geschichte dieses Stiftes hat Gai°nisonsmitpiedigcr Dr. Krätzinger bearbeitet. S. Hess. Archiv X48-93.
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