Jahre) ist ein Verzeichnis der auf diese Weise erfolgten Zugänge im Aktenbestandder Universitäts- und Landesbibliothek erhalten.
Nach dem endgültigen Ende der kurpfälzischen Herrschaft in Düsseldorf und derGründung des napoleonischen Großherzogtums Berg 1806 wurde die Patentgebührder Beamten 1809 abgeschafft. Die Bibliothek erhielt zum Ausgleich die Anwei-sung auf einen jährlichen Zuschuß von 1000 Franken aus der Domänenkammer. Ander Situation der Bibliothek änderte der Übergang der niederrheinischen Gebiete anPreußen nicht viel. Die Überweisung der Domänenkammer wurde nun auf 400Reichstaler festgelegt, diese entsprachen etwa dem Wert der 1000 Franken. Ent-sprechend dem neuen "Träger" der öffentlichen Düsseldorfer Bibliothek, dem Kö-nigreich Preußen, setzte sich bald auch eine neue Benennung der Bibliothek durch.Seit 1818/19 bürgerte sich allmählich der Name "Königliche Landesbibliofhek inDüsseldorf" ein.
Eines der bedeutendsten Ereignisse der Düsseldorfer Biblitoheksgeschichte über-haupt, die Übernahme erheblicher Bibliotheksbestände aus dem seit 1803 säkulari-sierten Kirchenbesitz, aus dem ja auch fast der gesamte Inkunabelbestand herrührt,erstreckte sich von der pfälzischen über die napoleonische bis in die preußischeZeit.
Der staatliche Träger wurde der Bibliothek gegenüber durch die Düsseldorfer Be-zirksregierung vertreten, die zeitweilig auch innerhalb ihres Gebietes ein Pflichtex-emplarrecht zugunsten "ihrer" Bibliothek durchsetzen konnte. Während des ge-samten 19. Jahrhunderts änderte sich nichts Wesentliches an der im Grunde unzu-reichenden Dotierung der Bibliothek und ihrer nebenamtlichen Leitung durch denHauptarchivar des Düsseldorfer Staatsarchivs, eine Verwaltungsregelung, die um1820 eingeführt worden war.
Durch Vertrag vom 21. und 29. Januar 1904 zwischen der Preußischen Staatsregie-rung und der Stadt Düsseldorf kam die Bibliothek in kommunalen Besitz undwurde seitdem "Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf" genannt. Die Stadt hatsich große Verdienste während der 66 Jahre ihrer Trägerschaft für die Bibliothekerworben. (So wurde der Bestand von 42000 auf 520000 Bände vermehrt, und dieZahl der hauptamtlichen Mitarbeiter stieg von 4 Personen auf 42.)
Von größter bibliotheksgeschichtlicher Bedeutung während der städtischen Epochewar ganz gewiß die Tatsache, daß der kostbare Altbestand weitestgehend durchAuslagerung vor den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges bewahrt wurde. DieInkunabelsammlung insbesondere erlitt keine Verluste. Durch Vertrag vom 23. und