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Inkunabelkatalog / Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Entstehung
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Ein besonderer Glücksumstand ist darin zu sehen, daß 1989 ein "Team" von enga-gierten Mitarbeitern zusammenkam, das die große Aufgabe anging und in kollegia-ler Zusammenarbeit zum Abschluß brachte. Nach den Planungen und Erfassungsar-beiten durch Herrn Bibliotheksdirektor Dr. Heinz Finger haben Herr Bibliotheks-amtmann Manfred Neuber und Herr Bibliotheksoberinspektor Rudolf Schmitt-Föller die Erschließungs- und Katalogisierungsarbeiten unter seiner Leitung fortge-führt. Die Leistung der drei Mitarbeiter verdient uneingeschränkte Anerkennung,zumal sie neben dem zeitgleich laufenden Projekt der Erschließung mittelalterlicherHandschriften im "Handschriftencensus Rheinland", dessen Projektleiter Herr Dr.Finger war, und anderen schwierigen Arbeiten erbracht wurde. Ich danke HerrnDr. Finger, Herrn Neuber und Herrn Schmitt-Föller ganz herzlich für ihr vorbildli-ches Engagement.

Die Katalogisierung der Inkunabeln wurde durch den Einsatz der ElektronischenDatenverarbeitung wesentlich erleichtert. Frau Dr. Marianne Riethmüller, derHauptredakteurin des Handschriftencensus Rheinland, ist die Anwendung der fürden Census entwickelten Hilfen und Methoden zu verdanken. Frau Dr. Riethmüllerhat dadurch ganz wesentlich zum Gelingen des Kataloges beigetragen. Frau Biblio-theksamtmännin Anita Benger (Abteilung Alte Drucke) sowie die Bibliotheksamt-männinnen Frau Hildegard Schwickerath und Frau Silvia Boochs (Handschriftenab-teilung) haben beim Manuskript und bei den Druckvorlagen Korrektur gelesen.Herr cand. phil. Peter Reinders hat die Bearbeiter bei der Eingabe von Textteilenfür die Druckvorlage unterstützt.

Mit rund 1000 Wiegendrucken ist die Düsseldorfer Inkunabelsammlung die dritt-größte in Nordrhein-Westfalen. Innerhalb der Universitäts- und LandesbibliothekDüsseldorf stellen die Drucke des 15. Jahrhunderts eine der bedeutendsten histori-schen Sondersammlungen dar. Nach ihrem kulturgeschichtlichen Wert nehmen sieinnerhalb des Altbestandes den dritten Rang ein. Größere Bedeutung kommt sicher-lich nur den mittelalterlichen Handschriften und höchstwahrscheinlich dem an selte-nen Ausgaben reichen Bestand von rund 5000 Drucken des 16. Jahrhunderts zu.Die Düsseldorfer Inkunabeln sind nicht nur ein großes niederrheinisches Kultur-erbe. Sie stellen auch eine der wichtigsten historischen Sammlungen des LandesNordrhein-Westfalens dar, der für die landesgeschichtliche Forschung nicht nur desspäten 15. Jahrhunderts, sondern im Rahmen der Erkundung ihrer Vorbesitzer undder Auswertung ihrer handschriftlichen Glossen insbesondere für das 16. und 17.Jahrhundert größte Bedeutung zukommt.

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