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niedersitzen lassen, aber „aus keiner Gerechtigkeit", waren siefortgegangen 2 . Auch bei anderen Krönungen hatten wohl dieStädte Schwierigkeiten erweckt 8 . Es müssen aber doch auchnoch andere einen Platz gefunden haben. Der Saal wäreziemlich leer gewesen und eine Unterhaltung war ja den Vor-nehmsten gar nicht möglich. Es ging auch still her im Ange-sichte des Königs. Und doch war der Saal nicht im mindestenleer; denn die zeremoniöse Bedienung erforderte eine großeAnzahl von Vornehmen, Grafen und Herren. Selbst jedemstädtischen Tische war ein Adliger zugeordnet, der vor demGerichte ging, das aufgetragen wurde, und zehn Diener. Jedemder höchsten Herren stand einer der Vornehmsten als Vor-schneider, ein anderer als Mundschenk bei.
Bei der Krönung Maximilians hatte der Kurfürst vonMainz 21 vom Adel um sich, 11 trugen das Essen (darunter zweiGrafen), ein Graf trug den Wein, einer war Fürschneider,ein Ritter Schenk, sieben Ordensritter, Domherrn und derKanzler standen vor des Kurfürsten Tische*. Den KönigKarl aber bedienten zwei Markgrafen von Brandenburg, diesich besonders bei den Verhandlungen über die Kaiserwahlhervorgetan hatten: Markgraf Kasimir von Bayreuth undJohann, der Gemahl der Stiefgroßmutter des Kaisers, Vize-könig von Valencia, auch stand an seinem Tische der HerzogFriedrich von Bayern. Vor allem aber hatten die Kurfürstenoder ihre Vertreter ihren Dienst als Inhaber der Erzämter zutun und, als das seitens der Kurfürsten geschehen, harrten ihrenieder adligen Vertreter vor dem Könige seiner Befehle ge-wärtig aus und hielten dabei die Insignien.
Als der König zum oberen Rathaussaal hinaufstieg,setzte sich des Reiches Marschall, Ulrich von Pappenheim, anStelle des Kurfürsten von Sachsen auf einen Hengst, ritt zudem auf dem Markte aufgeschütteten Riesenhaufen von Haferund in ihn bis zum Buge des Pferdes hinein und nahm alsVertreter Kursachsens mit einem silbernen Maße und einemsilbernen Stabe von zusammen 12 Mark Gewicht von dessenhochragender Spitze ein Quantum für den nächststehendenKnecht. Das Roß und Maß gehörten fortan dem Pappenheimer.
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