Der Verkehr — die Idee der Gerechtigkeit. 237
theuer zu stehen, da sie sich regelmässig gedrungen füh-len sich hinterher durch eine Art fieberhafter Freigebigkeitvon dem falschen Verdacht des Geizes zu reinigen.
Die Ideen, die ich so eben nachgewiesen habe, sinddie höchsten sittlichen Probleme, welche die Ethik kennt,und der Verkehr hat diese Probleme in einer Weise rea-lisirt, mit der die Art, wie es von Seileu des Staatsgeschieht, sich durchaus nicht messen kann. Langst be-vor der Staat sich erhob vom Lager, noch in der Morgen-dämmerung der Geschichte, hatte der Verkehr schon eingut Theil seines Tagewerkes vollbracht, und während dieStaaten sich bekämpften, suchte er die Wege, die voneinem Volke zum andern führten, und brachte die Völkersich näher — ein Pfadfinder in der Wildniss, der Herolddes Friedens, der Fackelträger der Gultur.