126 Kap. VII. Die sociale Mechanik. 4. Der Lohn.—Unenlgelllichkeit.
Umstand seine Wahl beeinflussf? Ich zweifle nicht, dasser sich für das erster« Land entscheiden wird.
Es ist zwar ein schönes Ding um die Gastfreundschaft,die dem müden Wanderer das Thor öffnet, und der poe-tische Reiz der Sache soll keineswegs bestritten werden,so wenig wie der der Raubritter, Rauber, Löwen, Orkane,allein vom praktischen Standpunkt aus sind sichereStrassen besser als unsichere, Ochsen und Polizeidiener,die Einem begegnen, besser als Löwen und Raubritter, eineGaslwirthschaft besser als Gastfreundschaft. DieGastwirthschaft gewährt mir die Sicherheit der Auf-nahme, und das Geld erspart mir das Demülhigende derBitte, der empfangenen Wohlthat, des Dankes — in meinemGeldbeutel steckt meine Freiheit und Unabhängigkeit aufder Reise. Darum enthält es einen Fortschritt von nichthoch genug anzuschlagendem Werth, wenn in einer men-schenleeren Gegend, in der bisher der Fremde darauf an-gewiesen war, sein Unterkommen zu erbetteln, sichGastwirlhschaflen elabliren; erst damit ist ein solches Landdem reisenden Publikum wahrhaft erschlossen — für dasReisen hat der Gaslwirth keine geringere Bedeutung,als für den Tauschverkehr der Kaufmann, beide garan-tiren die Befriedigung einer gewissen Art des mensch-lichen Bedürfnisses, sie bezeichnen die verkehrsmässiged. h. auf den Grundsatz der Entgeltlichkeit gebaute Orga-nisation dieser Befriedigung.
Der an diesem Beispiel veranschaulichte Uebergang von