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1 (1877)
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124
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124 Kap. XU. Die sociale Mechanik, 4. Der Lohn. Entgelllichkeit.

der Mann dein Gotte das ihm widerfahrene Gute, mitdem Sühnopfer das von ihm begangene Böse. Unser heu-tiger Sprachgebrauch hat dafür »Vergellen«, das er von»Entgelten« unterscheidet. Den letzteren Ausdruck hatvorzugsweise das Rocht in Besitz genommen für die imvoraus versprochene oder den Umständen nach zu erwar-tende Ausgleichung (entgeltliche Vertrage s. u.), des er-slercn Ausdrucks bedienen wir uns für die im vorausnicht in Aussicht genommene Ausgleichung des Bösen mitBösem (Rache), des Guten mit Gutem (Dank).

Die sociale Organisation des Entgeltcns ist derVerkehr, die des Vergehens des social Bösen dieSlrafrechlspflege, in die Vergeltung des social Gutentheilen sich der Staat, die öffentliche Meinung unddie Geschichte, seinen idealen Höhepunkt erreicht derGedanke der Vergoltung nach beiden Richtungen hin inder Idee der göttlichen Gerechtigkeit. Es gibtkeine Idee, die für den Menschen etwas so Zwingendeshätte, wie die der Ausgleichung. Worauf dies beruht, obdieselbe dem Menschen angeboren oder wie so mancheIdeen, die wir für angeborene halten, nur der Nieder-schlag einer langen, langen socialen Erfahrung sei dieseFrage aufzuweisen ist an dieser Stelle nicht der Ort, wirwerden ihr seiner Zeit wieder begegnen.

Auf welche letzte Quelle aber immerhin auch derGedanke der Ausgleichung zurückgeführt werden müsse,darüber wenigstens kann kein Zweifel sein, dass die Ver-