98 Kap- VI. Die Gesellschaft.
ligen Käufer d. h. an den, der den höchsten Preis dafürzahlt. Wenn man sich alle die Mittel vergegenwärtigt,welche der erfinderische Geist der modernen Culturvülkerseit dem Mittelalter für den letzteren Zweck geschaffenhat, so darf man behaupten, dass keine Kraft, welche dieFähigkeit besitzt der Menschheit zu nützen, für den Dienstderselben verloren geht; jede findet in unserer heutigenZeit ihre angemessene Verwendung. Die Presse trägt denGedanken, der eine Berechtigung darauf hat, sofort voneinem Punkte der Erde zum andern; jede grosse Wahr-heit, jede wichtige Entdeckung, jede brauchbare Erfindungwird in kürzester Zeit Gemeingut der ganzen civilisirtenWelt, und was die Erde erzeugt auf irgend einem Punkt,unter den Tropen wie in der kalten Zone, das theilt derHandel allen ihren Bewohnern mit. Damit aber ermöglichter es selbst dem geringsten Arbeiter, Segen zu stiften auftausende von Meilen Entfernung. Der Chinarinde, welcheder peruanische Tagelöhner sammelt, verdanken Hundertebei uns ihre Genesung —, das Verdienst der Erhaltungeines Lebens, an dem die Zukunft einer ganzen Nationoder eine neue Aera der Kunst und Wissenschaft hing,gebürt in letzter Instanz vielleicht dem Walfischfänger,der dem Schwindsüchtigen den Thran geliefert hat. DerArbeiter in Nürnberg, Solingen arbeilet für den Perser,der Chinese, Japanese für uns, nach Jahrtausenden wirdder Neger im Innern Africas uns ebenso nöthig haben,wie wir ihn.